Architekten vor einem Rohbau

Interessierte Bürger erstellen Wunschkataloge, Architekten Pläne: So war es zumindest in der Lutherstraße 4a.

Foto: Pixabay

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Bauen & Wohnen
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Wohnen im Herzen Bremerhavens - Dieses Wohnprojekt macht's möglich!

7. Mai 2020 // 23:00
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Die Altstadt lädt zum Bummeln ein, die Nachbarschaft zum Klönen: Das Wohnprojekt Lutherstraße 4a liegt im Herzen Bremerhavens und verspricht eine echte, solidarische Hausgemeinschaft. Inmitten von Lehe wird gemeinsam gewohnt und generationenübergreifend gelebt - und das seit 2015. So unterschiedlich groß die zwölf individuellen Wohneinheiten sind, so breit ist auch die Altersspanne, die im Neubau an der Ecke Stormstraße Zuhause ist. Wie sich das Zusammenleben gestaltet, haben die Mieter Rolf Pahlke und Knut Bernert der Immobilia Redaktion erzählt.

Wohnen in der Lutherstraße 4a

Rolf Pahlke ist von Anfang an im Projekt Lutherstraße 4a involviert. Er ist gebürtiger Bremerhavener und fand die Idee, generationsübergreifend zu leben, von Anfang an toll: "Unsere jüngste Mitbewohnerin ist im Teenager-Alter, die älteste Mieterin ist 77 Jahre alt." Wie das Projekt zustande kam? 2009, als das Stadtplanungsamt erstmals über neue Wohnformen informierte. Pahlke erinnert sich: „Eine Gruppe von Interessierten hat sich dann regelmäßig einmal monatlich getroffen. Zum Beschnuppern, aber auch zum Planen. Wir wollten etwas Neues schaffen.“ Besonders überzeugt sei er von der fachlichen Beratung der Hannoveraner Expertin für Wohnprojekte, Doris Tjaden-Jöhren, gewesen. Der heute 70-Jährige lenkte seit Anfang der 80er Jahre bis 2004 als Lokführer den ICE quer durch die Republik. Für den persönlichen Zielbahnhof hatte er konkrete Vorstellungen – ebenso wie die übrigen Mitbewohner. Zum Beispiel unterschiedliche Wohnungsgrößen zwischen 55 und 89 Quadratmetern, von denen sich einige flexibel verbinden und auch wieder trennen lassen. Am besten schwellenlos und barrierearm, außerdem lichtdurchflutet durch Balkone. Ein ebenerdiger Fahrradraum, ein Multifunktionsraum, ein Gemeinschaftsgarten und eine für alle nutzbare Gemeinschaftswohnung runden die Vorstellungen ab.

Knut Bernert und Rolf Pahlke

Knut Bernert (l.) und Rolf Pahlke sind glücklich mit ihrem Einzug in die Lutherstraße 4a.

Foto: Kelling

Vom Wunschkatalog zur konkreten Planung

Aus dem Wunschkatalog erstellten die Bremerhavener Architektinnen Kathrin Sievers und Kathrin Schultz eine Planung. „Die haben wir unterschiedlichen Baugesellschaften und privaten Investoren vorgestellt – zusammen mit dem Wunsch, einen Kaltmietzins von 6,50 Euro zu halten“, so Pahlke. Am Ende habe der damalige STÄWOG-Geschäftsführer Christian Bruns empfohlen, das Wohnprojekt in einem Neubau zu verwirklichen. Als Bauplatz fiel die Wahl schnell auf den jetzigen Standort, mitten in Lehe zwischen Altstadt pur. Auf dem Gelände stand vorher eine Schrottimmobilie, die über ein entsprechendes Ortsgesetz von der Stadt enteignet worden war. Mit der STÄWOG fand sich ein Bauherr, der sowohl als späterer stets wohlgesonnener Vermieter als auch mit Expertise bei der Umsetzung alternativer Wohnprojekte überzeugte. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hat bereits unter anderem das Mehrgenerationenprojekt in der Goethestraße 43 fertiggestellt. Vor wenigen Wochen wurde der Neubau Im Engenmoor 14 bezogen. Knut Bernert kam erst etwas später dazu. Trotzdem war der 71-Jährige schnell überzeugt: „Die haben das hier alles wirklich sehr gut durchdacht.“ Der gebürtige Sellstedter wählte seinem Sohn zuliebe eine größere Wohnung. Ein Entschluss, den der ehemalige Spanisch-Lehrer nie bereut hat.

Wohnprojekt setzt Maßstäbe für Miteinander

Was liegt im Haus an und wer kann was organisieren? Um diese Fragen zu klären, treffen sich die Mieter der Lutherstraße 4a einmal im Monat. Die Teilnahme ist Pflicht und besprochen wird alles, was im Haus so ansteht. „Aber auch darüber hinaus machen wir viel zusammen – gemeinsames Kochen und Essen, Spiele, Tagesausflüge und vieles mehr. Trotzdem kann jeder für sich sein“, sagt Bernert. Für die Hausgemeinschaft ist es wichtig, im Quartier kein Fremdkörper zu sein: „Wir bringen uns ein, wo immer es geht“, sagt Pahlke. Das Angebot ist groß: Ob bei Lesungen und Konzerten im Gemeinschaftsgarten, beim Leher Kultursommer oder beim Frühstücks-Zirkus im Saar-Park, wo die Mieter gemeinsam mit denen der Goethestraße 43 im Projektchor Lale-Andersen-Lieder anstimmten. Pahlke, Bernert und alle anderen Mieter sind mittendrin. Und ohne diesen Tupfer würde wohl eine wichtige Farbe im bunten Lehe fehlen.

Knut Bernert (l.) und Rolf Pahlke sind zufrieden: Sie haben sich mit dem Einzug ins Wohnprojekt Lutherstraße 4a richtig entschieden und viele ihrer Wünsche in der neuengemeinsamen Wohnform umsetzen können.

Knut Bernert (l.) und Rolf Pahlke sind zufrieden: Sie haben sich mit dem Einzug ins Wohnprojekt Lutherstraße 4a richtig entschieden und viele ihrer Wünsche in der neuengemeinsamen Wohnform umsetzen können.

Foto: Kelling

Im Herzen Bremerhavens: Mieten oder kaufen?

In Wohnprojekten ist gemeinschaftliches und selbstbestimmtes Wohnen Voraussetzung: Hier verfügt jede/r über eine eigene Wohneinheit, kann aber bestimmte Flächen oder Einrichtungen mit Gleichgesinnten gemeinschaftlich nutzen. Häufig richten sich diese nach Wünschen oder Themen, die sich die Nachbarn setzen. Wohnprojekte können in sanierten Altbauten oder als Neubauvorhaben realisiert werden. Sowohl der Erwerb von Eigentum als auch Wohnen zur Miete sind möglich.

Mehr Informationen zum Thema Bauen und Wohnen können auf der Facebookseite der Immobilia gewonnen werden. Außerdem informiert die Homepage von Wohnprojekte Bremerhaven.

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