Digitale Arbeit - Was passiert mit meinen Daten?

Digitale Arbeit - wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Antworten gibt die Arbeitnehmerkammer.

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Digitale Arbeit - Was passiert mit meinen Daten?

Von nord24 Ads
18. Oktober 2020 // 00:00
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Digitale Arbeit - Was passiert mit meinen Daten?

Computer, Tablet und Mobiltelefon gehören für viele heute zum Arbeitsalltag. Aber wie darf und muss der Arbeitgeber mit den darüber erfassten Daten der Beschäftigten umgehen?

Welche Daten darf der Arbeitgeber nutzen?

Lebenslauf, Social Media-Aktivitäten und Ergebnisse von Assessment-Centern – noch bevor eine Person überhaupt in einem Unternehmen eingestellt wurde, fallen schon jede Menge Daten an. Doch nutzen dürfen Arbeitgeber nur einen geringen Anteil. „Letztlich darf der Arbeitgeber personenbezogene Daten nur dann speichern, wenn sie zum Zweck der Anstellung unerlässlich sind“, erklärt Sven Thora, Rechtsberater bei der Arbeitnehmerkammer Bremen. Das sind zum Beispiel Name, Kontoinformationen und Steuerklasse. Alle darüber hinausgehenden Datenverarbeitungen müssen Beschäftigte in der Regel freiwillig und schriftlich zustimmen. Ausnahme bilden rechtliche Regelungen wie zum Beispiel Betriebs- oder Dienstvereinbarungen.

Private Nutzung - was passiert mit den Daten?

Spannend wird es bei der Frage nach Daten aus Internet- und E-Mailnutzung, denn da kommt es drauf an. „Ist die private Internetnutzung per Vertrag nicht gestattet, darf der Arbeitgeber stichprobenartig kontrollieren, ob das Verbot eingehalten wird und gegebenenfalls sogar E-Mails einsehen“, erklärt Thora. Bei exzessiver Privatnutzung des Internets trotz Verbots könne sogar eine Kündigung drohen, wobei fristlose Kündigungen eher die Ausnahme sind.

Einsicht nur mit Erlaubnis

Gestattet der Arbeitgeber die private Nutzung, unterliegen Inhalte von E-Mails der Beschäftigten meist dem Fernmeldegeheimnis. Dann ist die Einsicht in E-Mails nur mit Erlaubnis der Betroffenen möglich.

Soziale Medien - was ist erlaubt?

Unstrittig ist die Frage, ob Soziale Medien genutzt werden dürfen. Grundsätzlich ist dies in der Freizeit gestattet, allerdings sollten Beschäftigte vorsichtig sein. „Die Meinungsfreiheit findet ihre Grenzen, wo die Menschenwürde oder Persönlichkeitsrechte angegriffen werden“, sagt Thora. So können zum Beispiel rassistische Äußerungen gegen Kolleginnen und Kollegen eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Auch unsachliche Beleidigungen des Arbeitgebers seien tabu.

Weitere Fragen? Hier gibt es Antworten!

Weitere Fragen zum Thema erläutert Sven Thora am 27. Oktober ab 17 Uhr in der Arbeitnehmerkammer Bremen, Geschäftsstelle Bremerhaven, Barkhausenstraße 16, 27568 Bremerhaven. Der Eintritt ist frei.

Anmeldung erforderlich

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl statt. Eine vorherige Anmeldung ist daher erforderlich unter der Rufnummer 0471-92235-0. Bitte informiert euch vor dem Besuch der Veranstaltung auf der Webseite der Arbeitnehmerkammer über mögliche Änderungen.

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