Bestatter Peter Osterndorff erläutert Angehörigen den Ablauf der bevorstehenden Bestattung

Bestatter Peter Osterndorff erläutert Angehörigen den Ablauf der bevorstehenden Bestattung und die Abwicklung der behördlichen Formalitäten.

Foto: Rendelsmann

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Empathische Kompetenz beim Abschied

4. April 2020 // 00:00
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Als das Telefon um kurz nach 9 Uhr bei Bestattungen Hadeler klingelt, nimmt Peter Osterndorff das Gespräch an. „Hadeler Bestattungen, mein Name ist Osterndorff, was kann ich für Sie tun?“ Mit dem nächsten Satz ist klar, worum es geht.

von Rita Rendelsmann

Vorsorgevertrag: Alle Wünsche werden berücksichtigt

„Mein Beileid. Wann ist Ihre Mutter wo verstorben?“ Der erfahrene Bestatter spricht ruhig und empathisch mit dem emotional mitgenommenen Anrufer und vereinbart ein Treffen am Nachmittag. Als er aufgelegt hat, beginnt für ihn die Routine: Die Verstorbene hat einen Vorsorgevertrag mit dem Traditionsunternehmen abgeschlossen, damit all ihre Wünsche berücksichtigt werden können.

Vielschichtige Aufgaben

„Sie wollte im Friedwald bestattet werden“, erläutert Osterndorff, als er die Papiere sichtet. Weil der heutige Tag ein Mittwoch ist, weiß der Bestatter, dass schon in wenigen Stunden der Bericht über die qualifizierte Leichenschau vorliegen wird. „Die Pathologen sind immer montags, mittwochs und freitags in den Krankenhäusern und wenn es keine Auffälligkeiten gibt, können wir den Leichnam heute Nachmittag schon überführen“, weiß er. Von dem Ergebnis der im Land Bremen vorgeschriebenen, qualifizierten Leichenschau hängt alles Weitere ab. Schnell wird deutlich, wie vielschichtig der Aufgabenbereich eines Bestatters ist und wie viele Menschen dazu beitragen, dass auch nach dem Tod alles fachlich richtig, würdevoll und reibungslos vonstattengeht.

Ein perfekter Ort, um Frieden zu finden

Schon am folgenden Morgen liegt die Verstorbene friedlich ruhend in einem der harmonisch eingerichteten Trauerräume. Weiches Licht erhellt die Wände und lenkt den Blick auf große Fotos von Schilf am Ufer und seichten Wellen. Ein perfekter Ort, um Frieden zu finden und sich von geliebten Angehörigen zu verabschieden.

Mit den Söhnen der Verstorbenen hatte Peter Osterndorff am Vortag gesprochen. Mit ihnen hat er geklärt, welche Blumen gewünscht sind, wie die Familienanzeige formuliert werden soll und welche Musik zusätzlich zu den Wunschtiteln der Mutter gespielt werden sollen. „Die Ansprache soll ein Trauerredner halten, mit ihm wird sich die Familie heute treffen, damit sich dieser ein genaues Bild von dem Menschen machen kann“, erklärt der Bestatter.

Beisetzung im Friedwald

Bei der Trauerfeier ist der Sarg auf dunkelgrünem Pannesamt gebettet und mit weißen und zartrosa Blumen geschmückt und die Atmosphäre wirkt liebevoll. Kerzen brennen und auch Kränze zeigen, dass die Verstorbene vielen Menschen viel bedeutet hat. „Wir alle schulden der Natur einen Tod.“ Diese Worte von Siegmund Freud soll den Anwesenden die eigene Begrenztheit und Sterblichkeit vor Augen führen. Die Erinnerungen werden durch leise Musik getragen und alle scheinen in Gedenken an die Verblichene versunken. Nach dem feierlichen Abschied kehren alle bei einem Lokal in der Nähe ein. „Party im Marktstübchen“, nannte die Verstorbene ihren Wunsch. So sollte es sein.

Bei der Urnenbeisetzung im Friedwald eine Woche später, spricht Peter Osterndorff an der geschmückten Urne auf dem Altar unter freiem Himmel einige Worte der Besinnung. Kurz nachdem die kleine Gruppe vom Friedwaldförster zum gewählten Baum für die Beisetzung geleitet wurde, versinkt die Urne in der Erde. Stille herrscht, bis ein Vogel sein Frühlingslied anstimmt.

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