Familienporträt

Nachhaltig und vorausschauend handeln und die Zukunft der Kleinen sichern: Für Familien, die ihr Traumhaus bauen wollen, ist "Energieautark wohnen" ein großes Thema.

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Bauen & Wohnen
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Energieautark wohnen: Was ist möglich?

4. September 2020 // 00:00
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Für viele ist die Selbstversorgung ein Traum. Energieautark wohnen, ohne wirtschaftliche, politische oder gesellschaftliche Zwänge. Was in Deutschland, wie möglich ist, hat die Redaktion der Immobilia für euch recherchiert.

Für den Schutz von Klima und Umwelt

Die erste Antwort auf die Frage, ob autark wohnen vollumfänglich möglich ist, fällt ernüchternd aus: Nein. Voll und ganz ist dies nicht möglich, zumindest nicht in der Bundesrepublik. Allein aus rechtlichen Gründen werden diesbezüglich Grenzen aufgezeigt. So ist der Anschluss an die Wasserversorgung beispielsweise Pflicht. In Sachen Lebensmittelversorgung oder Energie sieht das schon ganz anders aus. Hier ist eine Autarkie möglich. Häuslebauer setzen sich automatisch intensiv mit diesem Thema auseinander. Sie wollen vorausschauend und nachhaltig handeln, um das Traumhaus energieeffizient zu gestalten.

Selbstversorgung im Fokus: Echte und bilanzielle Energieversorgung

Bei der Energieautarkie steht grundsätzlich die Eigenversorgung mit Haushaltsstrom, Wärme und Warmwasseraufbereitung im Fokus. Die echte autarke Energieversorgung benötigt keine externe Versorgung, da die produzierte Energie den Eigenbedarf abdeckt. Bei der bilanziellen Autarkie hingegen liegen die Energiegewinne in etwa in der Höhe des Eigenbedarfs. Im Winter ist sie auf die externe Versorgung angewiesen.

Wann kann eine Förderung beantragt werden?

Ob ihr eine Förderung bekommt, hängt u.a. vom geplanten energetischen Standard des Gebäudes ab - Stichwort „Effizienzhaus“. Mit diesem kategorisiert die KfW Gebäude mit bestimmten Energiestandards, welche wiederum die Förderhöhe bestimmen. Oliver Riebe erklärt: „Dabei gilt grundsätzlich, dass das KfW-Effizienzhaus den Mindeststandard vorgibt, nach dem heute Einfamilienhäuser gebaut werden." Je höher der Standard, desto besser. Der Experte für Immobilienfinanzierungen bei der Weser-Elbe Sparkasse sagt weiter: „Energieeffizienz bei Neubauten ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende und wird deshalb staatlich gefördert."

Haus mit Solarthermie und Fotovoltaik

Energieeffizienz wird staatlich gefördert. Wichtig bei der Bestimmung durch die KfW ist der Gesamtenergiebedarf der Immobilie und die Qualität der Wärmedämmung.

Foto: Westend61 / Image Source

Das KfW-Effizienzhaus

Zwei Kriterien bestimmen den Standard des KfW-Effizienzhauses: Der Gesamtenergiebedarf der Immobilie und die Qualität der Wärmedämmung der Gebäudehülle. Angegeben werden sie mit den Werten „Primärenergiebedarf“ (Energie, die fürs Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung verbraucht wird) und „Transmissionswärmeverlust“ (Wärmeenergie, die bei einer beheizten Immobilie über die Gebäudehülle nach außen verloren geht). Die Werte reichen von 40, 40 plus und 55. Je kleiner der Wert, desto geringer der Energiebedarf der Immobilie und desto höher die Förderung.

Die Standard-Kriterien

Ihr fragt euch, wonach sich die Standard-Kriterien des KfW-Effizienzhaus richten und welche diese sind? Hier gibt's die Antwort: Die Kriterien sind eine Kombination aus baulichen und technischen Maßnahmen. Sie reichen in die Bereiche Heizung, Lüftung und Dämmung. Wichtig ist beispielsweise, dass die Wärmedämmung gleichmäßig über die Gebäudehülle verteilt ist und bei der Anlagentechnik erneuerbare Energien eingesetzt werden. Das Gebäude müsse aber immer als Ganzes betrachtet werden: „Gleiche Maßnahmen können an unterschiedlichen Gebäuden zu verschiedenen Effizienzhaus-Standards führen."

Drei Energiehäuser im Überblick

  • Nullenergiehaus: Produziert so viel Energie, wie es selbst verbraucht, z. B. mit einer Fotovoltaik- oder Solar­thermieanlage. Ein zusätzlicher Anschluss ans Stromnetz sichert die Versorgung im Notfall.
  • Plusenergiehaus: Produziert das gesamte Jahr mehr Energie als benötigt, kann aber ggf. auch zusätzliche Energie aus dem Netz anfordern. Plusenergiehäuser sind unterschiedlich effizient, die Höhe des Wärmeverlusts richtet sich z.B. nach der Qualität der Gebäudehülle.
  • Passivhaus: Setzt auf eine hochwertige Wärmedämmung, eine luftdichte Gebäudehülle und Dreifachverglasung, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Deckt den Großteil des Wärmebedarfs durch passive Energiequellen (Sonne, Abwärme) und kann ohne klassische Gebäudeheizung auskommen.

Eine effiziente, autarke Energieerzeugung ist durch ein ideales Zusammenspiel verschiedener Energiequellen möglich. Riebe rät, Experten zu Rate zu ziehen. Mehr Informationen zum Thema Bauen und Wohnen gibt es hier.

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