Ermittlungen nach Schiffsunfall auf der Weser dauern an

Nach dem Zusammenstoß eines Binnenschiffs mit einem Ruderboot am Samstag auf der Weser in Bremen wird immer noch ein Ruderer vermisst.

Stadt Bremen

Ermittlungen nach Schiffsunfall auf der Weser dauern an

Von nord24
3. August 2020 // 17:05

Am Samstagvormittag ist auf der Weser ein Binnenschiff mit einem Ruderboot kollidiert. Ein 64-jähriger Ruderer wird seither vermisst. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei und die Suche dauern an.

Mit dem Rücken zum Schiff

Ein 63-jähriger Binnenschiffer fuhr mit einem deutschen Schiff gegen 11 Uhr die Weser flussaufwärts in Richtung des Weserwehrs. Zeitgleich ruderten vier Männer in einem Boot in entgegengesetzter Richtung. Die Ruderer saßen dabei alle mit dem Rücken zum Binnenschiff.

Alle Männer über Bord

In Höhe des Anlegers der Sielwallfähre kollidierten die Fahrzeuge frontal. Das Ruderboot kenterte und alle Männer gingen über Bord. Drei Ruderer im Alter von 49, 51 und 57 Jahren konnten sich selbstständig retten. Zwei Männer schwammen an Land. Der 51-jährige Ruderer schwamm zunächst in Richtung Osterdeich und wurde anschließend von einem privaten Sportboot aufgenommen.

Suche nach 64-Jährigem erfolglos

Bei den umfangreichen Suchmaßnahmen wurde der 64-Jährige bislang nicht gefunden. Die Betreuung und medizinische Versorgung der drei geretteten Männer erfolgte am nahegelegenen Badestrand durch alarmierte Rettungskräfte und Notfallseelsorger.

Binnenschiff legt an

Dort wurde auch das beschädigte Ruderboot angeschwemmt und gesichert. Das unbeladene Binnenschiff machte der 63 Jahre alte Führer in der Nähe des Weserwehrs fest. An Bord befand sich neben dem Kapitän ein 43-jähriger Matrose.

Ermittlungen laufen

Das Schiff wurde nicht beschädigt. Die eingesetzten Polizisten sicherten Spuren und technische Aufzeichnungen, bevor der Kapitän seine Fahrt fortsetzte. Die umfangreichen Ermittlungen zum Unfallhergang durch die Wasserschutzpolizei dauern an. Die Suche nach dem Vermissten wird fortgesetzt.