Den Erweiterungsbau schmückt eine weiße Fassade mit Porträts von Menschen, die nach Deutschland eingewandert sind.

Den Erweiterungsbau schmückt eine weiße Fassade mit Porträts von Menschen, die nach Deutschland eingewandert sind.

Foto: Visualuiserung Andreas Heller Architects & Designers

Kultur

Erweiterung in Weiß

30. April 2021 // 12:44

Das Deutsche Auswandererhaus plant, seinen Erweiterungsbau im Sommer dieses Jahres zu eröffnen. Wenn es die Pandemie-Beschränkungen zulassen; bei Drucklegung dieses Magazins, Ende April, war das Museum aufgrund der Corona-Maßnahmen vorübergehend geschlossen.

Die Fassade des Erweiterungsbaus soll Porträts von Menschen zeigen, die nach Deutschland eingewandert sind. Damit erhält Bremerhaven nicht nur eine neue stadtbildprägende Attraktion. Das vor 14 Jahren gegründete Haus wandelt sich mehr und mehr zum nationalen Migrationsmuseum. Je nach Lichteinfall seien die reliefartig aus der Materialschicht geschnittenen Bilder, Gesichter von realen Einwanderern, mehr oder weniger sichtbar, erklärt Architekt Andreas Heller.

Herzstück wird eine neue Ausstellung zu Fragen der Migration sein

Außerdem sind Büros für neue Wissenschaftler und die neu gegründete Forschungsakademie für vergleichende Migration „Acomis“ vorgesehen. Über ein „Pop-up-Museum“ wird ein Teil der Ausstellung von der Columbusstraße aus kostenlos und frei zugänglich sein.

Direktorin Dr. Simone Eick freut sich, dass das Museum künftig Antworten auf viele Fragen zur Migration und Besuchern einen Raum zum Diskurs bieten kann.

Die Porträt-Fassade, die am Deutschen Auswandererhaus entsteht, ist „ein politisches Statement“, sagt Architekt Andreas Heller: Zum ersten Mal gebe Deutschland seinen Einwanderern ein Gesicht. (nz)

Projektleiter Guido Harms (BWE Lemwerder) zeigt die Fassadenteile mit Porträt-Reliefs.

Projektleiter Guido Harms (BWE Lemwerder) zeigt die Fassadenteile mit Porträt- Reliefs.

Foto: Lothar Scheschonka

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