Schweine in der Offenstallhaltung

Fleisch aus Offenstallhaltung: Hier steht das Tiwewohl im Mittelpunkt

Foto: nord24

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Frische Luft für die Schweine

9. März 2020 // 00:00
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Schweine, die mit Ringelschwanz im Stroh tollen oder die frische Luft genießen – es sind Bilder wie diese, die Gebhard Buck und Jan-Peter Mehring von Mühlenbeck Fleischwaren begeistern. Deshalb strukturiert das Unternehmen seinen Verkauf in Spaden um und bietet dort ab sofort – neben konventionellem Fleisch – auch Schweinefleisch aus Offenstallhaltung an. Ein Schritt, den die Unternehmer ganz bewusst gehen. Von Kristin Seelbach

Tierwohl steht im Mittelpunkt

„Das Tierwohl steht für uns bei dieser Entscheidung im Mittelpunkt“, machen Geschäftsführer Gebhard Buck und sein Schwiegersohn Jan-Peter Mehring deutlich. Ihnen sei es wichtig, dass die Tiere ein gutes Leben haben und artgerecht gehalten werden – auch wenn die Schweine natürlich am Ende geschlachtet würden und auf dem Teller landen. „Das ist unsere Arbeit und die Tradition unseres Familienunternehmens. Aber wir sind uns der Verantwortung, die damit einhergeht, bewusst“, macht Mehring deutlich.

Nachhaltige Verbesserungen bei Haltungsbedingungen

Fast ein Jahr lang waren die Verantwortlichen von Mühlenbeck auf der Suche nach Partnern, mit denen sie ihren Wunsch nach Schweinefleisch aus Offenstallhaltung umsetzen können. „Leider haben wir hier in der Region nichts gefunden, sind aber dann durch den Austausch mit Kollegen auf den Verein Offenstallhaltung aufmerksam geworden“, erzählt Mehring. Der Verein mit Sitz in Osnabrück möchte die artgerechte Haltung von Schweinen fördern, indem er Landwirte motiviert, die Haltungsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Tageslicht gehöre für die Tiere ebenso zum Alltag wie frische Luft, ein eingestreuter Liegebereich oder doppelt so viel Platz wie gesetzlich vorgeschrieben. Und auch der Ringelschwanz kann dranbleiben, weil die Tiere durch Beschäftigung und Offenstall ruhig und ausgeglichen sind und so nicht zum Knabbern an den Schwänzen von anderen Tieren neigen. Der Verein will aufzeigen, dass diese Art der Haltung wirtschaftlich sein kann. Gleichzeitig sollen Industrie, Einzelhandel und schlussendlich auch Verbraucher zum Umdenken bewogen werden.

Verein für Offenstallhaltung

Gebhard Buck und Jan-Peter Mehring hat der Verein überzeugt, das Unternehmen ist Mitglied geworden. „Wir haben die Bauern aus dem Raum Soltau kennengelernt und uns die Höfe vor Ort angesehen. Auch den Schlachtbetrieb in Lohne, mit dem wir für das Fleisch zusammenarbeiten. Und sind von dem Verein und dem System dahinter voll überzeugt“, erklärt Buck. Seit dieser Woche können Kunden das Fleisch aus Offenstallhaltung beim Barverkauf von Mühlenbeck in Spaden bekommen. Gesondert ausgewiesen und mit einem Aufkleber versehen.

Angebot unter neuem Label

Unter anderem Schnitzel, Bratwurst oder Gulasch sind unter dem neuen Label schon zu bekommen – das Angebot kann noch ausgeweitet werden, wenn die Nachfrage da ist. Für das Fleisch aus der artgerechten Haltung müssen die Verbraucher allerdings auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Rund 25 Prozent mehr kostet das Fleisch aus Offenstallhaltung. „Ich bin überzeugt davon, dass die Kunden bereit sind, das auszugeben“, ist sich Mehring sicher, der die Umstellung als Schritt in die Zukunft sieht. Das habe schon die Vergangenheit gezeigt. „Viele Kunden achten heute darauf, woher ihr Fleisch kommt und sind bereit, etwas mehr dafür auszugeben.“ Auch konventionell produziertes Fleisch will Mühlenbeck weiterhin anbieten, wie weit sich die Anteile künftig in Richtung des Fleischs aus Offenstallhaltung verschieben, müsse die Zukunft zeigen. „Von 0 auf 100 geht nicht einfach so“, macht Mehring deutlich. Zudem sei ja auch das konventionell produzierte Fleisch in ihrem Verkauf schon jetzt gutes Fleisch, ergänzt er. Aber das Fleisch aus Offenstallhaltung biete eben noch etwas mehr „Schweineglück“.

Siegel Offenstallhaltung

Mit diesem Siegel sind die Produkte aus der Offenstallhaltung gekenzeichnet.

Foto: Verein Offenstallhaltung

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