Die Maklercourtage wird zukünftig geteilt

Gute Nachricht für Käufer: Die Maklercourtage wird zukünftig geteilt.

Foto: Kelling

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Immobilienkäufer werden entlastet

22. Januar 2021 // 00:00
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Grund zur Freude für Immobilienkäufer: Seit 23. Dezember 2020 gelten neue Regeln bei der Maklerprovision. Grund dafür ist ein neues Gesetz, das die Verteilung der Maklercourtage beim Immobilienkauf regelt: Beauftragt der Verkäufer eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung einen Makler, muss er künftig mindestens die Hälfte der Courtage tragen.

Aus für Abrede und Handschlag

Mit dem neuen Gesetz gibt es auch eine Formvorschrift für Maklerverträge: Soll ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung verkauft werden, bedarf es der Schriftform – beispielsweise eines Maklervertrags: Darin werden die Rahmenbedingungen, Rechte und Pflichten transparent und rechtssicher für beide Seiten geregelt. Eine mündliche Abrede oder ein Handschlag reichen dann nicht mehr aus, um einen wirksamen Maklerauftrag zu begründen.

Gesetz im Sommer beschlossen

Seit dem 23. Dezember 2020 gelten bei vielen Immobilienverkäufen neue Regelungen für die Maklerprovision. Diese Änderung ergibt sich aus dem „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“. Bundestag und Bundesrat haben es im Juni beschlossen. Das neue Gesetz fasst die Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch zur Maklerprovision neu und gilt für Maklerverträge, die ab dem Inkrafttreten geschlossen werden.

Geringe Kaufnebenkosten

Kai Tietjen, Immobilienmakler der Weser-Elbe Sparkasse aus Hemmoor: „Das Gesetz führt neue Regelungen für die Verteilung der Maklercourtage ein. Sie gelten beim Verkauf von Einfamilienhäusern, einschließlich solchen mit Einliegerwohnung und Eigentumswohnungen. Insbesondere ist es künftig nicht mehr möglich, die Maklercourtage vollständig dem Käufer aufzubürden, wenn der Verkäufer den Makler beauftragt hat oder beide dies getan haben. Ziel des Gesetzes ist es, private Käufer von Wohnimmobilien durch geringere Kaufnebenkosten zu entlasten.“

Besonderheit gilt

Auf eine Besonderheit macht Tietjens Kollege, der Bremerhavener Immobilienvermittler Kennet Boersma, aufmerksam: „Wenn ein Makler mit zwei Verträgen für Käufer und Verkäufer tätig wird, kann er künftig eine Vergütung nur von beiden Parteien zu gleichen Teilen verlangen. Im Prinzip führt die Neuregelung zu einer fairen Kostenverteilung für beide Seiten.“

Nachweispflicht der Courtage-Zahlung

Zudem muss der Auftraggeber des Maklers zunächst nachweisen, dass er die Courtage gezahlt hat, bevor er von der anderen Vertragspartei deren Anteil verlangen kann. Gesetzeskonform schließen die Experten der Weser-Elbe Sparkasse mit beiden beteiligten Vertragsparteien einen Maklervertrag – dadurch entfällt die Nachweispflicht.

Nur für Verbraucher gültig

Neben der Beschränkung auf den Verkauf von Einfamilienhäusern und Wohnungen gilt die Neuregelung auch nur, wenn der Immobilienkäufer als Verbraucher handelt: Ist er „gewerblicher“ Käufer, kann die Verteilung der Maklerkosten auch weiterhin frei vereinbart werden.

In der Bremerhavener Innenstadt gilt jetzt eine Maskenpflicht. Die sorgt für Diskussionsstoff. Wie steht ihr zur Maskenpflicht in der Bremerhavener Innenstadt?
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