Ein Impfbuch mit den Feldern für die Impfung gegen Influenza (Virusgrippe).

Datenschützer sehen Fotos von Impfpässen, die aus Freude über Corona-Schutzimpfungen auf Sozialen Netzwerken und in Chats geteilt werden, mit Sorge.

Foto: Jens Kalaene/zb/dpa

Deutschland und die Welt

Impfpässe sollten nicht ins Netz gestellt werden

Von Lennart Stock
5. Mai 2021 // 07:47

Wer freudig seine im Impfpass festgehaltene Freude über den Corona-Piks ins Netz stellt, der bietet Betrügern eine Steilvorlage.

Impfpass als Vorlage

Datenschützer sehen Fotos von Impfpässen, die etwa aus Freude über Corona-Schutzimpfungen auf sozialen Netzwerken und in Chats geteilt werden, mit Sorge.

„Wenn geimpfte Personen ein Foto ihres Impfpasses im Internet veröffentlichen, dann kann das Kriminellen als Vorlage dienen“, sagte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte, Johannes Caspar.

Betrüger könnten demnach die Chargennummern, Stempel und Arzt-Unterschriften nutzen, um gefälschte Impfpässe herzustellen, die dann auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden.

Falsche Pässe für Geld

Zuletzt wurden immer wieder Berichte über gefälschte Impfausweise bekannt - vergangene Woche machte etwa das Landeskriminalamt (LKA) in Niedersachsen einen Fall publik. Den Angaben zufolge, werden Pässe für 99 bis 250 Euro etwa über den Messengerdienst Telegram angeboten.

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