Eine impfberechtigte Mitarbeiterin der Johanniter-Unfall-Hilfe impft eine Lehrerin der Mira-Lobe-Förder- und -Oberschule mit dem Impfstoff von AstraZeneca.

Noch ist offen, wann genau in Arztpraxen geimpft werden kann.

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Deutschland und die Welt

Impfstart in Arztpraxen erst frühestens im Mai?

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Von nord24
11. März 2021 // 11:44

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, erwartet den Impfstart in Arztpraxen frühestens im Mai - und nicht wie von der Bundesregierung geplant spätestens ab dem 19. April.

KBV-Vorstandsvorsitzender ist kritisch

Bei der Gesundheitsministerkonferenz am Mittwoch sei entschieden worden, dass der Impfstoff zunächst weiter an die Impfzentren gehe, „sodass ich die Haus- und Fachärzte im April eher nicht im Impfgeschehen sehe, weil sie schlicht und ergreifend nicht genug Impfstoff bekommen werden“, sagte Gassen am Donnerstag im ZDF-“Morgenmagazin“. Er gehe davon aus, dass „wir auf diese Ressourcen wohl dann erst im Mai zurückgreifen können und es bei dem bisherigen Impftempo bleiben dürfte“.

Arztpraxen könnten in hoher Frequenz impfen

Gassen zufolge habe die KBV angesichts des schleppenden Impfstarts damit gerechnet, dass die Ärzte schon „sehr viel früher“ in die Impfstrategie eingebunden würden. Fünf Millionen Impfungen könnten in den Praxen „ohne größere Anstrengungen“ pro Woche geleistet werden. Die Arztpraxen könnten „das Impfen in hoher Frequenz und in großer Menge leisten - wenn sie den Impfstoff bekommen“, so Gassen.

Zunächst war Anfang April als Impfstart vorgesehen

Der Impfstart in den Hausarztpraxen war am Montag zunächst noch für Anfang April vorgesehen gewesen. Nach dreistündigen Beratungen einigten sich die Gesundheitsminister am Mittwoch auf die 16. Kalenderwoche oder früher - „sollten es die noch zu konkretisierenden Liefermengen der Hersteller für April zulassen“. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte mitgeteilt, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder zeitnah über die Empfehlungen der Gesundheitsministerkonferenz entscheiden wollen. (dpa/mb)

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