Eine amerikanische Apothekerin hält eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson.

Eine amerikanische Apothekerin hält eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson.

Foto: dpa

Deutschland und die Welt

Impfstoff von Johnson & Johnson in der EU zugelassen

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Von nord24
11. März 2021 // 17:11

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson kann nun auch in der Europäischen Union genutzt werden.

Von der Leyen twittert

Die EU-Kommission genehmigte dies am Donnerstag, wie Präsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte. „Mehr sichere und wirksame Impfstoffe kommen auf den Markt“, schrieb von der Leyen. Die Kommission folgte einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA, die das Vakzin eingehend geprüft hatte. Es ist der vierte in der EU zugelassene Impfstoff gegen Covid-19.

Exportstopp in den USA

Die EU-Kommission hat bei dem US-Hersteller Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Es gibt Befürchtungen, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig liefern könne, unter anderem, weil der Impfstoff in den USA abgefüllt wird und dort faktisch ein Exportstopp für Corona-Impfstoffe herrscht. Der Hersteller hat aber zugesagt, ab April zu liefern. Die EU-Kommission ist nach eigenen Angaben im Gespräch mit den US-Behörden, um die Lieferungen zu sichern.

Vorteile

Das Präparat, das von der Johnson-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt worden war, hat gegenüber den bisher zugelassenen Impfstoffen große Vorteile: So muss es nur einmal gespritzt werden - bei allen anderen Mitteln sind zwei Impfungen nötig. Das Vakzin kann zudem bei Kühlschranktemperatur gelagert werden. Die Wirksamkeit liegt nach Angaben der EMA bei etwa 67 Prozent. Bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz in den Studien bei mehr als 85 Prozent - und das gilt auch für Ältere. Das Vakzin soll auch gegen Virus-Varianten effektiv sein. Neben dem Vakzin von Johnson & Johnson sind bereits die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca in der EU auf dem Markt. (dpa)

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