Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, will einen „Brückenlockdown“.

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, will einen „Brückenlockdown“.

Foto: David Young/dpa

Deutschland und die Welt

Niedersachsen gegen den „Brückenlockdown“

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Von nord24
6. April 2021 // 14:13

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat mit Ablehnung auf den von CDU-Chef Armin Laschet vorgeschlagenen „Brücken-Lockdown“ in der Corona-Krise reagiert.

Erhebliche Zweifel

Er habe „erhebliche Zweifel“ an einer solchen Maßnahme, erklärte der SPD-Politiker am Dienstag. Der Vorschlag lasse viele Fragen offen.

Was soll geschlossen werden?

„Will Ministerpräsident Laschet die Kitas komplett samt Notbetreuung schließen? Will er die Wirtschaft ganz herunterfahren? Wie lange und mit welchem konkreten Ziel sollen die Maßnahmen andauern? Das alles ist ungeklärt“, sagte Weil in Richtung seines Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen und kritisierte: „Solche Vorschläge tragen zur Verunsicherung der Menschen bei, helfen uns aber nicht bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens.“

Vertrauensverlust

Auch einer vorgezogenen Ministerpräsidentenkonferenz erteilte Weil eine Absage. Dafür sehe er keinen Grund. „Vor Ostern hat Aktionismus bei vielen Menschen für einen Vertrauensverlust gesorgt, nach Ostern dürfen wir diesen Fehler nicht wiederholen.“ Bisher ist die nächste Bund-Länder-Runde für den 12. April geplant.

Modellkommunen

Laschet hatte am Montag einen schnellen und harten Lockdown zur Eindämmung der dritten Corona-Welle vorgeschlagen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Niedersachsen will dagegen in Kürze in 14 Modellkommunen erproben, ob an Corona-Tests geknüpfte Öffnungen von Geschäften, Cafés und Kultureinrichtungen möglich sind. (dpa)

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