Übungen für eine bessere Balance und Haltung

Auch eine Konsequenz der sportmedizinischen Untersuchungen: Johannes Nolte übt nun für eine bessere Balance und Haltung.

Foto: Jens Lehmkühler

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So trainieren Sportsfreunde ganz individuell

15. Januar 2021 // 00:00
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So trainieren Sportsfreunde ganz individuell

Manche Sportler kommen beim Trainieren irgendwann an ihre Leistungsgrenzen – und wissen nicht warum. Andere sind unsicher, wie sie nach langer Pause wieder durchstarten sollen. Hilfe und Anleitung bieten die sportmedizinische Untersuchung und die Leistungsdiagnostik.

Schmerzen trotz Sport

Dem 33-jährigen Johannes Nolte ist es wichtig, körperlich fit zu sein. Seit er 18 Jahre alt ist, macht er dreimal in der Woche Krafttraining und spielt einmal Fußball. Der Softwareentwickler glaubte, damit Beschwerden wegen seiner sitzenden Tätigkeit entgegenwirken zu können. Doch trotz des vielen Sports hatte er Schmerzen: Schultern, Rücken und ein Fuß bereiteten Probleme. Das linke Knie tat manchmal so weh, dass er nicht trainieren konnte.

Gezielte Suche nach den Ursachen

Im Internet stieß er auf die Möglichkeit einer sportmedizinischen Untersuchung – und wurde neugierig. Was bei der Untersuchung in der Kardiologisch-Angiologischen Praxis am Herzzentrum Bremen (KAP) am Krankenhaus Links der Weser herauskam, überraschte Nolte sehr: Bei seinem Krafttraining hatte er zwar viele Muskeln aufgebaut, aber keine Grundlagenausdauer erworben. „Ich wusste gar nicht, dass es das gibt“, sagt Johannes Nolte. Grundlagenausdauer – so nennt man die Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum eine Bewegung auf gleichem Niveau aufrechtzuhalten, zum Beispiel 40 Minuten gemütlich zu joggen oder zu walken.

Mehrere Untersuchungen im Angebot

Die KAP bietet Freizeit- und Leistungssportlern, aber auch Menschen, die nach einer längeren Pause wieder Sport treiben wollen, verschiedene Untersuchungen an: als Basis die allgemeine sportmedizinische Untersuchung mit Ruhe-EKG, bei Bedarf mit Herz-Ultraschall, und als erweitertes Programm die „Spiroergometrie“ – die sportmedizinische Leistungsdiagnostik mit Belastungstest und Bestimmung des Stoffwechselprodukts Laktat im Blut, das bei körperlicher Anstrengung entsteht. Im großen Sportvorsorgepaket wird die Spiroergometrie zusammen mit einem Herz- und Gefäß-Ultraschall angeboten.

Training sinnvoll optimieren

Mithilfe der sportmedizinischen Untersuchung erhalten Interessierte objektive Daten darüber, wo sie leistungsmäßig aktuell stehen. „Mit den gewonnenen Daten kann man effizienter trainieren, das heißt man braucht womöglich weniger Zeit fürs Training, holt aber mehr raus“, betont der am KAP tätige Sportkardiologe Ertan Dogu. Im Fall von Johannes Nolte hieß das: weniger Krafttraining und dafür mehr lange, gemütliche Läufe. Auch erlernte er Übungen etwa für eine bessere Haltung und Balance.

Untersuchung auch für Ältere nützlich

Dass die sportmedizinische Untersuchung nicht nur etwas für junge Menschen ist, zeigte sich bei Jürgen Meyer. Der 82-Jährige ist sportlich sehr aktiv, unternimmt anspruchsvolle Wandertouren in den Bergen, fährt Kajak und Rad. „Vor acht Jahren habe ich mir ein E-Bike gekauft, seitdem bin ich damit schon 35.000 Kilometer gefahren“, erzählt er. Auf der Wümme fährt er mit dem Kajak auch mal 50 Kilometer am Stück. In den Alpen schafft er locker bis zu 1.500 Höhenmeter.

Regelmäßige Checks

Regelmäßig lässt er sich bei seiner Ärztin durchchecken – und die schickte ihn auch zur sportmedizinischen Untersuchung. Ergebnis: Jürgen Meyer weiß jetzt, dass er sportlich so weitermachen kann wie bisher. Sein Enkel dagegen muss noch ein bisschen aufholen – im Sommer machten beide eine längere Kajaktour. Nach der Hälfte der Strecke habe der Junior nicht mehr gekonnt, berichtet Meyer. Sie brachen ab. (jab)

Die AOK Bremen/Bremerhaven übernimmt im Rahmen des Programms „750 Euro Plus« für ihre Versicherten einmal pro Jahr 80 Prozent der Rechnung für die sportmedizinische Untersuchung, wenn sie bei einem AOK-Vertragsarzt durchgeführt wird. Mehr Infos zur medizinischen Sportuntersuchung gibt es auf der Website der AOK.

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