Gemütliche, gemeinschaftliche Kaffeerunde.

Gemütliche, gemeinschaftliche Kaffeerunde. Von links: Ingrid Burghardt, Günter Roes, Manfred Lange, Käthe Raasch und Erika Albrecht.

Foto: Gabriele Scheiter

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Träume sind zum Leben da

6. April 2020 // 00:00
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Elses Blick schweift über das bunte Brett. Die Hand ist ein wenig steif, als sie nach dem Würfel greift. Munter kullert der kleine Kubus dann über das hölzerne Spielfeld. Eine fünf. Jetzt ist es um Ingrids Spielfigur geschehen – sie muss zurück ins Haus. Beim „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“-Spiel am Vormittag geht es gesellig zu im Gemeinschaftsraum der Seniorenwohngemeinschaft „Am Klint“.

von Gaby Scheiter

Barrierefreie Wohn- und Lebensgemeinschaft

Else fühlt sich wohl in dem Haus am Bremerhavener Bürgerpark. „Hier kann ich gut leben“, sagt die 99-Jährige. Die rüstige alte Dame ist die älteste Bewohnerin der Seniorenwohngemeinschaft im Haus „Am Klint“, einer barrierefreien Wohn- und Lebensgemeinschaft mit „Rund-um-die-Uhr“-Betreuung. Eine Terrasse und ein kleiner Garten, Einbauküche und Gemeinschaftsräume stehen hier jedem zur Verfügung. Vor einem Jahr ist Else aus Hamburg hergezogen, um in der Nähe ihres Neffen zu leben.

Einsamkeit ist eine schlimme Erfahrung

Hier hat sie sich eingerichtet mit ihren eigenen Möbeln und persönlichen Dingen in einem der elf großzügigen Zimmer und lebt den Tag nach ihrem eignen Rhythmus. Im Gemeinschaftsraum frühstückt sie mit ihren Mitbewohnern, spielt Gesellschaftsspiele und nimmt gern Angebote wahr wie das Gedächtnistraining oder die Sitzgymnastik. Abends schaut man gern gemeinsam Fernsehen.

„Einsamkeit ist eine schlimme Erfahrung“, weiß Martin Peper, der sich unter anderem um die Betriebsorganisation beim Ambulanten Pflegedienst Andreas Peper kümmert, der von Andreas Peper, examinierter Krankenpfleger und Fachkraft für Gerontologie und Gerontopsychiatrie, geführt wird.

Familiäres Konzept

„Die Kinder sind lange aus dem Haus, der Ehepartner verstorben, der Gedanke an ein einsames Leben im Alter beginnt zu drücken. Viele alte Menschen fürchten sich vor dem Tag, an dem sie nicht mehr in der Lage sind, ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen.“ Das familiäre Konzept der Wohngemeinschaft ermögliche es, dass Menschen auch im Alter gesellig leben könnten. Ein selbstbestimmtes Wohnen bleibt auch bei erhöhtem Pflege- und Betreuungsaufwand soweit wie möglich erhalten und die Lebensqualität wird gesichert. „Das Haus ist ein Ort zum Verweilen, Glücklichsein, wo man auch noch etwas erlebt.“ Und weil Alter eben nicht vor Sehnsüchten, Wünschen und Träumen schützt, möchten Andreas Peper und sein Team vom Ambulanten Pflegedienst jetzt die Betreuungsleistungen für Senioren ausweiten.

Man ist nie zu alt

„Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht die Frage: Was können wir tun, damit es Menschen in höherem Alter gut geht? Wir möchten den Menschen die Pflege ihrer Hobbys und die Teilnahme an Veranstaltungen ermöglichen“, führt Martin Peper aus. „Bei älteren Herrschaften gibt es oft diese Barriere im Kopf: ‚Du bist zu alt, du kannst nicht mehr‘. Hier möchten wir ansetzen. Ob Theater- oder Konzertbesuch, ein Spaziergang am Deich, ein Kinoabend oder die Teilnahme an einer Familienfeier, unser Anspruch ist es, möglichst viele Träume, Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen.“ Durchgeführt werden sollen die Betreuungsleistungen mit Personen-, Rollator- und Rollstuhltransport sowohl anhand von Leistungen, die durch die Pflegekassen abgebildet werden, als auch durch Eigenleistungen. „Wir befinden uns derzeit in der Konzeptentwicklung und Kalkulation von Dienstleistungspaketen“, so Peper.

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