Zahngesunde Ernährung

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Gesundheit

Zahngesunde Ernährung

30. April 2021 // 16:06

Wer immer gut seine Zähne putzt, darf alles essen? Schön wäre es, aber so einfach ist es leider nicht. Denn egal wie gut man schrubbt oder bürstet: Es nützt alles nichts, wenn man ständig das Falsche isst oder trinkt.

„Karies ist eine ernährungsabhängige Erkrankung“, sagt der Zahnmediziner. „Und sie entsteht vor allem dadurch, dass wir uns zu ungesund – das heißt, mit zu vielen niedermolekularen Kohlenhydraten, also Zucker – ernähren.“ sagt der Professor für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin.

Es ist ein Zusammenspiel von Zahnbelägen und Zucker, das Karies entstehen lässt. Denn die Bakterien auf den Zahnbelägen „warten“ auf Zucker. Daraus produzieren sie Säuren und diese entkalken die Zähne – Karies ist irgendwann die Folge dieser Prozesse.

Wer keine Zahnbeläge hat, muss auch den Zucker nicht fürchten. Nur schafft man es nie, sie aus allen Zwischenräumen zu entfernen. Also tut man gut daran, den Belägen mit seiner Ernährung nicht die nötige Munition zu liefern. Dabei kommt es nicht nur darauf an, was man isst, sondern auch wann – und wie.

Die Tipps im Überblick:

  • Pausen zwischen den Speisen: Im Mundraum laufen komplexe Prozesse ab. Dort sind bakterielle Beläge am Werk, die aus Zucker Säuren produzieren. Es dauert ungefähr eine dreiviertel Stunde, bis der pH-Wert wieder den Wert überschreitet. In der Zeit ist der Zahn angreifbar.
  • Die richtige Auswahl der Snacks: Wenn einen zwischendurch doch der Hunger packt, sollte Gemüse der Snack der Wahl sein. Zum Beispiel ist Stangensellerie ein ideales Beispiel. Der ist reich an Fasern, die beim Reinbeißen die Zähne sogar ein bisschen reinigen. Wem eher nach etwas Süßem ist, der greift zu einem Apfel. Ganz anders liegt der Fall bei Bananen. Nach dem Verzehr sollte die Zahnbürste zeitnah zum Einsatz kommen.
  • Lieber nichts Klebriges: Was klebt, lässt sich nicht so schnell wegspülen und das wird auf den Zähnen zu einem Problem. Lebensmittel können dann länger schädlich wirken.
  • Vitamine helfen: Viel Vitamin A und ist gut für die Mundschleimhaut. Vitamin C ist unter anderem unterstützend für die Festigkeit der Zähne, während sich Vitamin D günstig auf das Wachstum und die Zahnhärtung auswirkt. (dpa/tmn)
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