In Berlin ist der Bart museumsreif. Foto dpa

In Berlin ist der Bart museumsreif. Foto dpa

Grafik:

Ausstellung
Kultur

Der Bart kommt ins Museum

Von Anne Stürzer
10. Dezember 2015 // 18:12

Wachsen lassen oder glatt rasieren? Die Frage hat eigentlich so einen Bart, doch immer wieder stellt sie sich neu. Da wurde es langsam Zeit, dass der Bart ins Museum kommt. Und aus der individuellen Frage eine kulturgeschichtliche wurde - wie in der Ausstellung "Bart  -  zwischen Natur und Rasur" im Neuen Museum in Berlin.

Ein Bart symbolisiert Weisheit

Und in der Tat  trumpft die Schau, die dort bis zum 28. Februar zu sehen ist, mit jeder Menge haariger Einsichten auf. Schon lange gilt der Bart als äußeres Zeichen für persönliche Eigenschaften seines Trägers wie Weisheit, Macht, Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht, einer religiösen Gruppe oder einer politischen Gesinnung.   Kinnbart, Vollbart, Schnauzer: In der Schau können die Besucher den Bartmoden und Bedeutungen interaktiv und analog nachspüren. Schon im Alten Ägypten, im Orient, in Alt-Europa, im Mittelmeerraum der Antike bis in die frühe Neuzeit und die Gegenwart war der Bart mehr als ein modisches Accessoire, er war auch immer ein Zeichen der Macht. Er steht für Männlichkeit, Macht, Weisheit und oft auch für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten religiösen, gesellschaftlichen oder politischen Gruppe.  

Diese Artikel könnten dich auch interessieren
Umfrage In Niedersachsen gibt es keine generelle Quarantänepflicht mehr.

War es richtig, die generelle Quarantänepflicht aufzuheben?

5412 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger
Folge uns auf Facebook
Besuche uns auf Facebook
Abonniere uns auf Instagram
nord24 auf Instagram