Medikamente können die Fahrtüchtigkeit stark beeinträchtigen.

Medikamente können die Fahrtüchtigkeit stark beeinträchtigen.

Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Auto & Verkehr

Autofahrer unterschätzen häufig die Wirkung von Arzneien

13. Mai 2020 // 08:05

Trotz Erkältung gut durch den Tag – das versprechen Kombi-Präparate und Arzneimittel aus der Apotheke. Doch auch wenn die Symptome damit scheinbar verschwinden: Auto fahren sollte man so nicht. Das gilt auch für viele andere Medikamente, denn viele beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit.

Geldstrafen drohen

Wer sich mit Medikamenten ans Steuer setzt, muss mit einer Geldstrafe rechnen und kann sogar den Führerschein verlieren. In unserer Verkehrssicherheitsserie erklären wir in Kooperation mit der Polizei Bremerhaven Verkehrsregeln, die Autofahrer oft missachten oder gar nicht kennen. Heute geht es um „Drogen und Medikamente am Steuer“.

Versicherungsschutz ist gefährdet

Mehr als 1,5 Millionen Bürger gelten als medikamentenabhängig. Hinzu kommen viele chronisch Kranke, die regelmäßig Medizin einnehmen müssen, zum Teil mehrere Arzneien gleichzeitig. Autofahrer gehen jedoch ein hohes Risiko ein, wenn sie sich etwa unter dem Einfluss von Schmerzmitteln ans Steuer setzen. „Fahruntüchtigkeit auf Grund zu hoher Dosierung oder Missbrauch von Medikamenten wird ebenso bestraft wie eine Alkoholfahrt ab 1,1 Promille“, warnt Polizeioberkommissar Peter Hoppe. Außerdem könne der Versicherungsschutz verloren gehen.

Medikamente verursachen viele Verkehrsunfälle

Experten gehen inzwischen davon aus, dass dadurch genauso viele Unfälle verursacht werden wie durch Trunkenheit am Steuer. „Doch viele Verkehrsteilnehmer unterschätzen die Auswirkungen einer Dauermedikation“, weiß Hoppe. Medikamente können die Fahrtüchtigkeit stark beeinträchtigen: „Rund ein Fünftel aller derzeit auf dem Markt erhältlichen Medikamente haben Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit, insbesondere Präparate, die auf das Gehirn oder das Herz-Kreislauf-System wirken“, weiß Hoppe. Die Liste der Nebenwirkungen ist aber oft lang und gefährlich, von verminderter Reaktionszeit über Schwindel und Müdigkeit bis zu Sehstörungen

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