Ein erhöhter Ölverbrauch ist meist auf verschiedene Defekte zurückzuführen.

Ein erhöhter Ölverbrauch ist meist auf verschiedene Defekte zurückzuführen.

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Auto & Verkehr

Höherer Ölverbrauch hat viele Ursachen

Von Laura Leischel
27. Februar 2019 // 06:00

Verbrennungsmotoren sind auf eine konstante Versorgung mit Öl als Schmiermittel angewiesen – ein niedriger Ölstand führt schließlich zu einem erhöhten Verschleiß. Doch ein erhöhter Ölverbrauch ist auf verschiedene Defekte zurückzuführen. Meist gibt es drei wichtige Ursachen, die untersucht werden müssen.

Verschiedene Defekte

Drei wichtige mögliche Ursachen sind hier zusammengestellt: Verschlissene oder defekte Kolbenringe dichten den Brennraum gegenüber dem Kurbelgehäuse beweglich ab. Sind die Kolbenringe verschlissen, kann dies zu einer pumpenartigen Wirkung führen, sodass das Öl über die Kolbenringe aus dem Kurbelgehäuse direkt in den Brennraum befördert wird. Dort wird es dann zusammen mit dem Kraftstoff Luft-Gemisch verbrannt. Bei einem defekten Kolbenring sollte man schnell eine Werkstatt aufsuchen.

Defekte Zylinderkopfdichtung

Hier kann Öl in den Kühlwasserkreislauf, in den Brennraum oder nach außen gelangen. Das Resultat ist ein erhöhter Ölverbrauch, der nicht immer von außen zu erkennen ist. Manchmal zeigt sich der Defekt aber durch eine feuchte und mit Öl verschmierte Zylinderkopfdichtung. In jedem Fall ist schnelles Handeln gefragt, denn durch das Austreten des Öls steht nicht mehr genug Schmiermittel für den Motor zur Verfügung. Eine Werkstatt kann die defekte Kopfdichtung ersetzen und den Kühlmittelkreislauf reinigen.

Defekte oder schlecht eingestellte Einspritzpumpe

Die Pumpe spritzt eine festgelegte Menge Kraftstoff mit dem exakt richtigen Druck in die Zylinder ein. Bei einem Defekt oder einer falschen Einstellung des Systems kann Öl in die Arbeitsräume gelangen. Neben einem erhöhten Ölverbrauch macht sich diese Ursache durch blauen Qualm aus dem Auspuff bemerkbar. Oft muss die Einspritzpumpe ausgetauscht werden, das führt zu hohen Kosten.

Reparaturkosten

Mit einer Reparaturkostenversicherung kann man eventuelle Werkstattkosten, die durch einen hohen Ölverbrauch oder Ölverlust entstehen, berechenbar halten. Eine solche Absicherung kann eine sinnvolle Ergänzung zur Kfz-Kasko-Versicherung sein. Je nach Tarifgestaltung übernimmt die Reparaturkostenversicherung einen Großteil der anfallenden Kosten für die meist kostspieligen Reparaturen. In der Versicherung sind eine Vielzahl an elektrischen beziehungsweise elektronischen und mechanischen Bauteilen des Autos enthalten. Im Schadensfall ist die Werkstatt frei wählbar. Voraussetzung ist lediglich, dass es sich um eine Werkstatt handelt, welche die nötigen Reparaturen fach- und sachgerecht durchführen kann.

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