Kein Durchkommen mehr für Autos: Pfeiler verhindern die Weiterfahrt vom Loxstedter Gemeindegebiet zum Parkplatz auf Bremerhavener Seite, die am grünen Schild beginnt. Nur Radfahrer und Fußgänger können passieren.

Kein Durchkommen mehr für Autos: Pfeiler verhindern die Weiterfahrt vom Loxstedter Gemeindegebiet zum Parkplatz auf Bremerhavener Seite, die am grünen Schild beginnt. Nur Radfahrer und Fußgänger können passieren.

Foto: Bohn

Auto & Verkehr
Bremerhaven

Zufahrt zur Luneplate gekappt

Von Christoph Bohn
8. April 2017 // 19:30

Rund 600.000 Euro hat die Hafengesellschaft Bremenports in die Vogel-Beobachtungspunkte auf der Luneplate investiert – gefördert mit Mitteln der Europäischen Union. Ein Angebot, das von Naturfreunden gerne genutzt wird. Doch jetzt gibt es ein Problem: Seit etwas mehr als einer Woche ist die Brücke, die zu dem Parkplatz an der Luneplate führt, nur noch für Fußgänger und Radfahrer frei. Grund: Das Bauwerk ist marode. Die Zufahrt zu dem Parkplatz im Süden der Luneplate erfolgt durch den Ort Ueterlande, der zur Gemeinde Loxstedt gehört. Die Brücke über die Alte Weser gehört der Gemeinde, am anderen Ufer beginnt seit 2010 – als die Luneplate an das Land Bremen verkauft wurde – das Gebiet der Stadt Bremerhaven. Die Brücke gilt schon seit Längerem als Sorgenkind. Jetzt ist das Bauwerk so marode, dass schwerere Fahrzeuge es nicht mehr gefahrlos befahren können.  „Es ist zu gefährlich. Wenn hier etwas passiert, sind wir voll haftbar“, sagt Bürgermeister Detlef Wellbrock (parteilos).

Neue Brücke kostet 325 000 Euro

Die Gemeinde bereits sei Jahren mit der Seestadt und Bremenports im Gespräch, um eine Lösung zu finden, betont der Bürgermeister. Erst kürzlich habe es wieder einen gemeinsamen Termin gegeben. 325 000 Euro würde eine neue Brücke, die für 40 Tonnen ausgelegt ist, kosten. Geld, was die Gemeinde nicht alleine in die Hand nehmen möchte. Im Rahmen des EU-Projekts-Leader könnte es für die Brücke eine Förderung von 60 Prozent geben. „Dann müssten sich aber die Stadt und Bremenports beteiligen“, sagt Wellbrock. Während sich die Seestadt Bremerhaven derzeit nach eigenen Angaben nicht beteiligen will, ist Bremenports dazu bereit. Immerhin können zum einen Besucher der Luneplate derzeit nicht mehr mit dem Auto zum Parkplatz im Süden der Luneplate gelangen. Zum anderen können auch die Landwirte, die für Bremenports die Flächen bewirtschaften, die Brücke nicht mehr passieren.

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