Festivalbesucher gehen beim Festival «Rock am Ring» nach einem Gewitterregen über das aufgeweichte Gelände.

Festivalbesucher gehen beim Festival «Rock am Ring» nach einem Gewitterregen über das aufgeweichte Gelände.

Foto: Frey/dpa

Blaulicht

51 Verletzte nach Blitzeinschlag bei "Rock am Ring"

Von nord24
4. Juni 2016 // 15:00

Ein Blitzeinschlag hat beim Festival "Rock am Ring" in der Eifel 51 Menschen verletzt. "15 sind schwer verletzt worden. Zwei davon wurden erfolgreich reanimiert", sagte ein Polizeisprecher. Ein Gewitter hatte am Freitagabend direkt über dem Flugplatz Mendig in Rheinland-Pfalz zugeschlagen. Die Musiker-Auftritte wurden etwa 90 Minuten unterbrochen. Rund 90 000 Fans harrten aus. Starkregen zerstörte viele Zelte. Im vergangenen Jahr hatte das Wetter ebenfalls üble Folgen bei "Rock am Ring": Damals wurden nach Blitzeinschlägen 33 Menschen verletzt.

Wetter lässt Menschen keine Ruhe

Auch in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg lässt das Wetter den Bewohnern keine Ruhe: Andauernder Regen im Remstal ließ am frühen Samstagmorgen einen Hang abgleiten. Sechs Wohnhäuser am Mutlanger Berg mussten geräumt werden, wie ein Sprecher der Polizei in Aalen sagte. 23 Bewohner seien bei Verwandten und Freunden untergekommen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte aus, darunter die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Geologe begutachtet Hang

Das Ausmaß des Erdrutsches blieb zunächst unklar. Ein Geologe sollte den Hang begutachten. In Schwäbisch Gmünd war es Anfang der Woche zu verheerenden Überschwemmungen gekommen. Zwei Menschen starben. An der Infrastruktur der Stadt entstanden hohe Schäden: Der Oberbürgermeister sprach von bis zu fünf Millionen Euro Schaden.

25 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter

Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erwartet der DWD heute weiter heftige Gewitter. Örtlich könne mit 25 bis 40 Litern Regen pro Quadratmeter gerechnet werden, sagte ein DWD-Experte am frühen Morgen. Wo genau die Unwetter auftreten, lasse sich zunächst nicht sagen. Es sei möglich, dass erneut Starkregen über den Hochwassergebieten niedergeht. Auch die Musikfestivals "Rock am Ring" in Rheinland-Pfalz und "Rock im Park" in Nürnberg müssten sich auf Unwetter einstellen.  

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