In 45 Pakete war die 52 Kilo schwere Kokain-Sendung aufgeteilt, die Zöllner Anfang November in einem Container fanden, der aus den USA über Panama nach Bremerhaven gelangt war. Foto Charisius

In 45 Pakete war die 52 Kilo schwere Kokain-Sendung aufgeteilt, die Zöllner Anfang November in einem Container fanden, der aus den USA über Panama nach Bremerhaven gelangt war. Foto Charisius/dpa

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Blaulicht
Bremerhaven

52 Kilo Rauschgift in einer Sporttasche

Von nord24
18. November 2015 // 20:20

Im Bremerhavener Überseehafen haben Zollbeamte in einem Container 52 Kilogramm Kokain gefunden. Das Rauschgift habe einen Straßenverkaufswert von 3,4 Millionen Euro gehabt, teilte das zuständige Zollfahndungsamt Hamburg bei der Präsentation des Fundes am Mittwoch mit. Die 45 einzelnen Pakete mit jeweils mehr als einem Kilogramm Kokain waren den Angaben zufolge in einer großen, schwarzen Sporttasche verpackt, die in einem 40-Fuß-Container mit gebrauchten, in Folie gehüllten Autos platziert worden war – direkt hinter der Tür.

Abzocken statt verstecken

Bei dieser Transport-Methode für das Kokain kommt es nämlich überhaupt nicht darauf an, das Rauschgift zu verstecken, sondern darauf, es möglichst schnell mitnehmen zu können. „Rip-off“ („Abzocke“) nennt sich das unter Zöllnern. „Container-Tür auf, Tasche greifen, abhauen“, beschrieb Axel Hirth, Sprecher der Hamburger Zollfahndung, am Mittwoch das Vorgehen der Drogenschmuggler. „Das klappt natürlich beim Container-Transport per Lkw über Land besonders gut – nämlich bei jedem Stopp des Lasters.“ Andere Drogen-Transporteure verstecken ihre heiße Fracht in Handelsware. Hirth: „In Bremerhaven fanden wir Kokain schon mal in Pkw-Motoren, in Hamburg in Bananenkisten.“

Heiße Ware kam mit dem Frachter aus Panama

Wo die jüngst entdeckten 52 Kilo Kokain in den Container kamen und wo sie abgegriffen werden sollten, steht nicht fest. Der Transportbehälter kam aus dem US-Hafen Long Beach bei Los Angeles über Panama und sollte weiter nach Klaipeda in Litauen verschifft werden. Bei einer Kontrolle am 7. November sei den Bremerhavener Kollegen die Stahlbox und ihr Inhalt aufgefallen, sagte Zollsprecher Hirth. Warum die Kontrolleure ausgerechnet diesen Container aufs Korn nahmen, mochte Hirth nicht genau verraten. „Aber es gibt schon Hinweise für ein Prüfung – etwa der Inhalt, die Reiseroute oder die Zieladresse.“

400 Container voll gefälschter Schuhe

So seien vor ein paar Jahren 400 Container voll gefälschter Marken-Sportschuhe nach Hamburg geliefert worden. „Aber Hamburg ist überhaupt nicht Import-Hafen des Herstellers – das verriet die Sendungen als falsch.“ Ein anderes Mal stöberten Zöllner einen Container mit Ananas auf, der an eine Modefirma geliefert werden sollte. Das fanden die Beamten so ungewöhnlich, dass sie einen Blick ins Innere riskierten, erinnerte sich Hirth: „In dem Container waren anderthalb Tonnen Marihuana versteckt.“

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