Nach den Auseinandersetzungen von Abiturienten während der Abi-Mottowoche fährt die Polizei vor dem Humboldt-Gymnasium in Köln Streife. Ein Abistreich war eskaliert.

Nach den Auseinandersetzungen von Abiturienten während der Abi-Mottowoche fährt die Polizei vor dem Humboldt-Gymnasium in Köln Streife. Ein Abistreich war eskaliert.

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Blaulicht

Abistreiche in Köln werden zum Krieg der Schulen

Von nord24
15. März 2016 // 14:39

In der Abi-Mottowoche kommt es in Köln immer wieder zum Wettstreit von Schülern rivalisierender Gymnasien. Dieses Jahr liefern sich einige von ihnen handfeste Auseinandersetzungen. Zwei Schüler werden bei einem Abistreich schwer verletzt.

200 Schüler treffen beim Abistreich aufeinander

Erneut ist ein Abistreich vor den Kölner Abitur-Prüfungen eskaliert. Zwei Jugendliche wurden in der Nacht zum Dienstag schwer am Kopf verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Jugendlicher verletzte sich leicht. Rund 200 Schüler sollen an den Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sein, die sich am Humboldt-Gymnasium in der Kölner Südstadt abspielten.

Böller, Steine und Glasflaschen fliegen

Nach ersten Erkenntnissen bewarfen sich die Schüler mit Gegenständen. Ein Polizeisprecher sprach von Wasserbomben, Farbbeuteln und Eiern. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Landfriedensbruch. Auf Facebook distanzierten sich User von der Gewalt. Dort ist von Böllern, Steinen und Glasflaschen die Rede. Auch bei Instagram und Youtube wird die Gewalt thematisiert. Bereits in der Nacht zum Montag hatten mehrere Hundert Abiturienten insgesamt 15 Einsätze der Kölner Polizei ausgelöst. Die Eskalation in Köln ist nicht das einzige Beispiel für misslungene Abischerze:
  • Autocorso: Bei einem Abistreich in der Bochumer Innenstadt halten rund 60 Schüler im März 2015 wahllos Autos an, "besetzen" diese und lassen sich durch die Stadt kutschieren.
  • Massenhysterie: Ein Großeinsatz der Feuerwehr beendet im April 2014 eine Abi-Party in Hamburg. Dutzende jüngere Schüler haben zuvor über Vergiftungssymptome geklagt. Die bestätigen sich zwar nicht, die Ärzte diagnostizieren aber eine "kollektive Massenhysterie".
  • Saufgelage: Eine Abi-Feier in Frankfurt am Main löst im März 2013 einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus. In einem Park haben sich rund 1000 Jugendliche zum Teil so betrunken, dass sie notärztlich versorgt werden müssen. Sie hatten sich übers Internet verabredet.
  • Banküberfall: Abiturienten aus der Nähe von Würzburg wollen nach bestandener Prüfung im Juni 2009 einen Film drehen und stürmen vermummt in eine Bank. Dann stellen sie eine Geiselnahme nach. Die Folge: ein Großeinsatz der Polizei.

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