Vor der Disco "Flair" in Cuxhaven ist am Sonntagmorgen ein Mann in eine Personengruppe gefahren.

Vor der Disco "Flair" in Cuxhaven ist am Sonntagmorgen ein Mann in eine Personengruppe gefahren.

Foto: Jaspersen/dpa

Blaulicht
Cuxland

Auto fährt in Cuxhaven in Fußgänger: Haftbefehl wegen versuchten Mordes

Von nord24
27. November 2017 // 17:54

Der 29-Jährige, der sein Auto am Sonntagmorgen in eine Fußgängergruppe in Cuxhaven steuerte, kommt in Untersuchungshaft. Sieben Menschen wurden verletzt.

Versuchter siebenfacher Mord

Im Zuge der weiteren Ermittlungen hatte sich nach Polizeiangaben ein siebtes Opfer gemeldet, das ebenfalls leichte Verletzungen erlitt. Die Staatsanwaltschaft Stade hatte einen Haftbefehl beim zuständigen Amtsgericht beantragt. Gegen den 29-Jährigen erließ der zuständige Ermittlungsrichter nun Haftbefehl wegen versuchten siebenfachen Mordes. Der Beschuldigte wurde anschließend einer Justizvollzugsanstalt in Niedersachsen zugeführt.

Verletzte waren Zufallsopfer

Die Polizei Cuxhaven vermeldete, dass die Personen, die bei dem Vorfall verletzt wurden, nicht in Beziehung zu dem Beschuldigten gestanden haben. Alle verletzten Personen waren Zufallsopfer.

Sieben Menschen werden verletzt

Der 29-Jährige soll am Sonntagmorgen vor einer Diskothek sieben Menschen angefahren und verletzt haben. Fünf von ihnen konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Eine Person befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung im Krankenhaus, ihr Zustand soll aber stabil sein. Das siebte Opfer meldete sich erst am Montag. Zeugen hatten ausgesagt, dass der Mann den weißen Kleinwagen gezielt und bewusst in die Gruppe gelenkt hat.

Gab es einen Streit in der Disco?

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen Asylbewerber aus der Stadt an der Nordseeküste, vermutlich um einen Syrer. Ein politisches Motiv halten die Ermittler für eher unwahrscheinlich. Sie vermuten, dass der 29-Jährige zuvor in einen Streit in oder vor der Disco "Flair" verwickelt war. Deren Betreiber schrieben dagegen auf ihrer Facebook-Seite, dass es nach ihren Erkenntnissen keinen Konflikt in ihren Räumen gegeben habe.

Kein Streit mit angefahrenen Personen

"Wenn es vorher einen Streit gegeben hat, dann nicht mit diesen angefahrenen Personen", so ein Sprecher der Polizei. Das könne nach derzeitigem Ermittlungsstand ausgeschlossen werden. (lni)

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