Hochsaison für Ladendiebe: In der Vorweihnachtszeit sind wieder verstärkt Langfinger unterwegs. Foto: Ostrop (dpa)

Hochsaison für Ladendiebe: In der Vorweihnachtszeit sind wieder verstärkt Langfinger unterwegs. Foto: Ostrop (dpa)

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Blaulicht
Bremerhaven

Bremerhaven gehört zu den Hochburgen der Ladendiebe

Von nord24
16. Dezember 2015 // 16:06

Vorsicht, Ladendieb! In der Vorweihnachtszeit sind die Langfinger wieder verstärkt unterwegs, vor allem in der Innenstadt. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten statistischen Erhebung des Internetportals „Fashionlane“ belegt Bremerhaven in der Liste der am meisten von dieser Kriminalität betroffenen Orte Platz 14.

Am meisten Schwund, wenn Händler Waren nach draußen stellen

Am meisten Schwund, so Kerstin Rubin vom Innenstadt-Händlerverein City Skipper, sei bei den Händlern, die Waren nach draußen stellen. „Da muss man immer darauf gefasst sein, dass abends nur noch die Hälfte da ist“, sagt sie. Geschäfte und Kaufhäuser mit hochwertigeren Artikeln versuchen sich zwar mit Kameras und Detektiven dagegen zu schützen. Doch aller Überwachungstechnik zum Trotz steht vor allem teure Elektronik, Parfüm, Kosmetik, Smartphones und Schmuck im Fokus der Täter.

Jugendliche sehen Ladendiebstahl auch als Mutprobe

Die Täter seien in erster Linie Gelegenheitsdiebe, darunter auffällig viele Jugendliche, bei denen Ladendiebstahl als Mutprobe innerhalb ihrer Cliquen gelte. Bundesweit sorgen aber auch organisierte Banden zunehmend für Probleme. Diebstahl aus sozialer Not spiele kaum eine Rolle.

Bremerhaven unter den Diebstahlshochburgen hinter Berlin auf Platz 14

Zugrunde gelegt sind dem Städtevergleich Statistiken der Landeskriminalämter. Bei der Bewertung wird die absolute Zahl der Ladendiebstähle auf jeweils 100 000 Einwohner bezogen. Angeführt wird die Liste von Dortmund, gefolgt von Magdeburg und Leipzig. Bremerhaven taucht mit 878 Ladendiebstählen hinter Berlin auf Platz 14 auf.

Handel beziffert Schaden bundesweit auf rund vier Milliarden Euro

Dass das gesamte Ausmaß des Ladendiebstahls mit deutlichem Zeitverzug statistisch erfasst wird, liegt daran, dass die Geschäfte erst mit der jährlichen rückwirkenden Inventur feststellen, was abhandenkam. Während die Polizei bundesweit von einem Schaden in Höhe von 27,1 Millionen Euro ausgeht, schätzt der Einzelhandel den Schaden auf jährlich rund vier Milliarden Euro.

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