Nach einem Erdbeben in Ecuador ist die Zahl der Toten auf 233 gestiegen. Auch in Japan wackelte erneut die Erde.

Nach einem Erdbeben in Ecuador ist die Zahl der Toten auf 233 gestiegen. Auch in Japan wackelte erneut die Erde.

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Blaulicht

Erdbeben in Ecuador und Japan

Von Lili Maffiotte
17. April 2016 // 18:34

Gewaltige Erdbeben haben am Wochenende Ecuador und das auf der anderen Seite des Pazifiks liegende Japan erschüttert. Mindestens 233 Menschen seien ums Leben gekommen, teilte Ecuadors Präsident Rafael Correa am Sonntag auf Twitter mit. In Japan starben bei einer Bebenserie in den vergangenen Tagen auf der südlichen Hauptinsel Kyushu mehr als 40 Menschen. In beiden Ländern wurde am Sonntag noch nach möglichen Überlebenden und weiteren Opfern unter Trümmern und Erdrutschen gesucht.

Stärkste Erdbeben seit 1979

Die Hilfsorganisation Humedica kündigte an, am Montag ein fünfköpfiges Einsatzteam nach Ecuador zu schicken. Der internationale Caritas-Verband stellte für die Soforthilfe in dem lateinamerikanischen Land 100 000 Euro zur Verfügung. Ecuador war am Samstagabend von einem Beben der Stärke 7,8 erschüttert worden, dem kleinere Nachbeben folgten. Ecuadors Vizepräsident Jorge Glas zufolge war es das stärkste Beben in dem Land seit 1979. Die Regierung rief für mehrere Regionen den Ausnahmezustand aus. In ersten Berichten war von mehr als 100 komplett zerstörten Häusern landesweit die Rede. Rund 10 000 Soldaten und 3500 Polizisten wurden in die Erdbebengebiete gesandt.

Japan: Mehr als 1700 Häuser zerstört

Kurz vor dem Erdstoß in Südamerika hatte ein Beben der Stärke 7,3 das weit entfernte Japan erschüttert und mehr als 1700 Häuser zerstört. Auch berühmte Kulturdenkmäler auf Kyushu wurden stark beschädigt - die Atomkraftwerke der Region hingegen nach Betreiberangaben nicht. Bereits am Donnerstag hatte es auf der Insel einen schweren Erdstoß gegeben. Insgesamt starben bei der Bebenserie mehr als 40 Menschen, Tausende Menschen wurden verletzt. 25 000 Soldaten sollten bei der Suche nach Opfern, der Versorgung der rund 200 000 Menschen in Notunterkünften und den Aufräumarbeiten helfen.

Beide Länder liegen im sogenannten Feuerring

Sowohl in Japan als auch in Ecuador gab es auch am Sonntag immer wieder Nachbeben geringerer Stärke. Beide Länder liegen am sogenannten "Ring of Fire" (Feuerring) rund um den Pazifik. An ihm befänden sich mehr als die Hälfte der gut 1500 aktiven Vulkane weltweit, erklärte der Geophysiker Birger Lühr vom GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam. "75 bis 80 Prozent der jährlich freigesetzten Erdbebenenergie erfolgt durch Beben am Pazifischen Feuerring." Eine direkte geologische Verbindung zwischen den aktuellen Beben in Japan und Ecuador gebe es nicht, sagt er.

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