Nach dem Tod einer 41-Jährigen in Höxter sind neue Details zu weiteren Taten des mutmaßlich verantwortlichen Paares bekannt geworden.

Nach dem Tod einer 41-Jährigen in Höxter sind neue Details zu weiteren Taten des mutmaßlich verantwortlichen Paares bekannt geworden.

Foto: Kusch/dpa

Blaulicht

Höxter: Zweites Opfer zerstückelt und anschließend verbrannt

Von nord24
3. Mai 2016 // 11:56

Das verdächtigte Paar aus Höxter hat nach Angaben der Ermittler eine zweite Frau umgebracht, ihre Leiche zerstückelt und im Kamin des Gehöfts verbrannt. Die 33-Jährige aus Niedersachsen sei bereits 2014 umgebracht worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Bielefeld mit. Ihr Leichnam sei zunächst tiefgefroren worden. Leichenteile seien dann nach und nach verbrannt worden.

Hinweise auf mögliche weitere Opfer

Zudem gebe es Hinweise auf mehrere weitere misshandelte Frauen, die die Bekanntschaft mit dem Paar verletzt überlebt haben. So werde derzeit eine Frau im Großraum Berlin vernommen. Konkrete Hinweise, dass eine dritte Frau in dem Haus in Höxter gestorben ist, gebe es nicht, die Ermittler schlossen ein drittes Opfer aber auch nicht aus. Die Deutsche Presse-Agentur hatte zunächst von Hinweisen auf ein drittes Todesopfer berichtet.

47-jährige Frau hat ein Geständnis abgelegt

Die 47-jährige Verdächtige habe ein Geständnis abgelegt. Sie sei ihrem Mann hörig gewesen und von ihm ebenfalls misshandelt worden. Weitere Ermittlungsergebnisse stützten die Aussagen der Frau.

46-jähriger Ex-Mann streitet die Tat ab

Ihr 46-jähriger Ex-Mann bestreite dagegen eine Schuld. Das Paar soll Frauen mit Bekanntschaftsanzeigen auf das Gehöft in Höxter-Bosseborn gelockt haben. Das Motiv dürfte eher im Bereich der Machtausübung gelegen haben und weniger im sexuellen Bereich. Ein Psychiater sei eingebunden worden. Die Opfer seien geschlagen, gefesselt und getreten worden.

Fall kam in der vergangenen Woche ans Licht

Der Fall einer wochenlang gefangengehaltenen Frau war in der vergangenen Woche ans Licht gekommen. Sie habe in einem ungeheizten Raum auf dem Fußboden schlafen müssen und starb schließlich im Krankenhaus, nachdem das Paar versucht habe, sie noch zu ihrem ursprünglichen Wohnort in Niedersachsen zurückzubringen. (dpa)

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