Der Helikopter „Northern Rescue 01“ steht über dem Havaristen. Ein Notfallsanitäter ließ sich per Winde auf dem Segler absetzen und holte den Segler von Bord.

Der Helikopter „Northern Rescue 01“ steht über dem Havaristen. Ein Notfallsanitäter ließ sich per Winde auf dem Segler absetzen und holte den Segler von Bord.

Foto: Northern Helikopter

Blaulicht

Hubschrauber rettet Schiffbrüchigen zum zweiten Mal vor Cuxhaven

Von nord24
13. Mai 2020 // 15:01

Seenotfall vor Cuxhaven: Der Skipper einer historischen Yacht ist am Dienstag von einem Hubschrauber der Northern Helicopter (NHC) gerettet worden. Seine Yacht muss in der Brandung vor Scharhörnriff aber aufgegeben werden. Kurios: der Segler musste am vergangenen Sonntag bereits schon mal gerettet werden.

Zeitgleiche Meldung

Kurz nach 16 Uhr entdeckte die Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Anneliese Kramer“ auf dem Weg von Helgoland zu ihrer Station Cuxhaven eine gestrandete Yacht auf Scharhörnriff. Nahezu zeitgleich meldete ein Marinehubschrauber ebenfalls die zufällige Sichtung.

Hubschrauber muss kommen

Im Seerevier befand sich zu diesem Zeitpunkt auch der Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ der Station Helgoland auf dem Rückweg vom Crewwechsel in Cuxhaven. Sofort nahmen die Seenotretter Kurs auf den Havaristen. Ein Hubschrauber mit Winde an Bord wurde sicherheitshalber über die Seenotleitung Bremen der DGzRS angefordert, da der Marinehubschrauber nicht über eine entsprechende Ausrüstung verfügte.

Tochterboote erreichen Havaristen nicht

Die gestrandete Yacht lag zu diesem Zeitpunkt bereits mitten in der Brandung und wurde vom starken Westwind immer weiter auf die Sandbank gedrückt. Beide Seenotrettungskreuzer setzten ihre Tochterboote aus, konnten den Havaristen aufgrund des Wasserstandes jedoch nicht mehr erreichen.

Keine Verbindung zum Segler

Kommunikation mit dem Segler an Bord war nicht möglich. Während die Seenotretter auf Standby blieben, wurde vom nachgeorderten NHC-Hubschrauber „Northern Rescue 01“ ein Notfallsanitäter auf der Yacht abgesetzt. Gemeinsam wurden Segler und Sanitäter vom Hubschrauber im Doppelwinschverfahren wieder aufgenommen.

Segler muss ins Krankenhaus

Die Rettungsaktion wurde kurz nach Hochwasser durchgeführt – ein Freischleppen der Yacht war durch den Tidenstand nicht möglich. Von „Northern Rescue 01“ wurde der Mann mit leichten Unterkühlungserscheinungen in ein Krankenhaus in Schleswig-Holstein ans Festland geflogen.

Ursache unklar

Für die Seenotretter war der Havarist kein Unbekannter: Erst am Sonntag hatten sie den Segler mit seiner Yacht von einer Steinbuhne vor dem Hafen von Helgoland freigeschleppt. Offenbar hatte der Mann sich am Dienstagmittag von dort aus auf den Rückweg zum Festland gemacht. Warum er vom Kurs abkam und mit seinem Boot strandete, ist unklar.

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