Die landesweiten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA reißen nicht ab.

Die landesweiten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA reißen nicht ab.

Foto: Michael Conroy/AP/dpa

Blaulicht

Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt: So liefen die Demos in den USA

Von nord24
7. Juni 2020 // 10:45

Zehntausende haben in den USA friedlich gegen Rassismus, Diskriminierung und Polizeigewalt demonstriert. In Philadelphia, New York, Washington, Atlanta und weiteren Städten gingen die Menschen in ausgelassener Stimmung auf die Straße. Sie forderten Gerechtigkeit für den Afroamerikaner George Floyd, der vor knapp zwei Wochen bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden war. Allein in Philadelphia waren örtlichen Medienberichten zufolge Zehntausende auf der Straße.

Demonstration vor dem Weißen Haus

In der Hauptstadt Washington demonstrierten am Samstag (Ortszeit) Tausende Menschen unter anderem vor dem Weißen Haus, dem Kapitol und am Lincoln Memorial. In der Umgebung der verbarrikadierten Regierungszentrale hielten Demonstranten Schilder mit Aufschriften wie „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“, „Stoppt Rassismus jetzt“ oder „Ich kann nicht atmen“ in die Höhe - letzteres hatte Floyd mehrfach verzweifelt gesagt, als ihm ein weißer Polizist sein Knie in den Nacken drückte. Es gab auch mehrere Plakate mit der Aufschrift „Weißes Schweigen ist Gewalt“.

Kreuzung zum „Black Lives Matter“-Platz umbenannt

Polizeichef Peter Newsham hatte vorab erklärt, die Proteste könnten zu den größten zählen, die er bislang gesehen habe. Ein Magnet der Demonstrationen war eine erst am Freitag zum „Black Lives Matter“-Platz benannte Kreuzung vor dem Weißen Haus. Auf einer dorthin führenden Straße prangte in riesigen gelben Buchstaben geschrieben ebenfalls das Motto „Black Lives Matter“ - auf Deutsch in etwa: „Schwarze Leben zählen“.

Polizisten ließen Floyd nicht atmen

Floyd war bei einer Festnahme in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gestorben. Ein weißer Polizeibeamter hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Floyd gedrückt - trotz aller Bitten des 46-Jährigen, ihn atmen zu lassen. Der Beamte und drei weitere beteiligte Polizisten wurden nach Bekanntwerden des Vorfalls entlassen. Sie wurden inzwischen festgenommen und angeklagt. Floyd war wegen des Verdachts, in einem Laden mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen worden. (dpa)

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