Der angeklagte Bundespolizist hat den Besitz von Kinderpornos und die Verbreitung eines Fotos von einem Flüchtling mit einem fremdenfeindlichen Kommentar gestanden.

Der angeklagte Bundespolizist hat den Besitz von Kinderpornos und die Verbreitung eines Fotos von einem Flüchtling mit einem fremdenfeindlichen Kommentar gestanden.

Foto: Gollnow/dpa

Blaulicht
Der Norden

Kinderpornos, Pumpgun, fremdenfeindliche Witze: Polizist verurteilt

Von nord24
19. Juli 2016 // 17:45

Mehr als ein Jahr lang ermittelte die Staatsanwaltschaft Hannover gegen einen Polizeibeamten, der einen Flüchtling im Polizeigewahrsam des Hauptbahnhofs misshandelt haben soll. Das Verfahren wurde mangels Beweise eingestellt. Wegen der Verbreitung eines Fotos von einem am Boden liegenden Flüchtling und wegen des Besitzes von Kinderpornos wurde der Polizist trotzdem zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe und 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. 

Zwei Kollegen erstatten Anzeige

Zwei Kollegen des Polizisten hatten den Stein ins Rollen gebracht und den Mann aus Schaumburg wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt angezeigt. Daraufhin durchsuchten Beamte das Haus des 40-Jährigen. Die Beamten entdeckten eine illegale Pumpgun samt Munition sowie mehr als 200 Dateien mit Kinder- und Jugendpornos, teilweise mit Kleinkindern.

Polizist ist vom Dienst suspendiert

Der 40-Jährige ist derzeit mit gekürzten Bezügen vom Dienst suspendiert. "Es ist höchst fragwürdig, ob Sie in den Polizeidienst zurückgehen werden", sagte Richter Koray Freudenberg zu dem Vater einer vierjährigen Tochter, gegen den auch ein Disziplinarverfahren läuft.

Mann gesteht Verbreitung eines Fotos und den Besitz von Kinderpornos

Der Polizist hatte vor Gericht gestanden, dass er im September 2014 einen Marokkaner auf der Wache ohne dessen Erlaubnis mit dem Handy fotografierte und das Bild zusammen mit einem beleidigenden Kommentar verschickte - nicht aber eine mögliche Körperverletzung.

Polizist schickt Bild von seinem erigierten Penis an 14-Jährige

Bei der Gesamtstrafe wurde ein Urteil des Amtsgerichts Stadthagen berücksichtigt. Wegen Verbreitung pornografischer Schriften erhielt der 40-Jährige eine Geldstrafe von 2400 Euro. Er hatte ein Foto seines erigierten Penis an eine 14-Jährige geschickt, die er in der Bahn kennengelernt hatte. (dpa)

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