Neue Kaje für die Lloyd Werft

Die Kaje an der Ostseite der Lloyd Werft soll, so die Planungen, im ersten Schritt für 32,7 Millionen Euro erneuert werden, damit hier große Schiffe gebaut werden können. Foto Scheer

Foto: Archivfoto: Scheiter

Blaulicht
Schiffe & Häfen

Lloyd Werft wird mit Millionen-Zuschuss ertüchtigt

Von Klaus Mündelein
7. Dezember 2015 // 18:59

Nur unter größten Mühen ist der Senat in der Lage, die Ostkaje der Lloyd Werft so auf Vordermann zu bringen, dass dort künftig die großen Kreuzfahrtschiffe für Asiaten gebaut werden können. Heute soll es aber dennoch gelingen: 32,7 Millionen Euro wollen die Senatoren bereit stellen, damit die große Zukunft der Werft beginnen kann. Noch bis heute Morgen wurde gefeilt und beraten. Am Montag hatten noch alle Papiere, die die senatorischen Dienststellen hin- und herschickten, allenfalls vorläufigen Charakter. Sicher war nur: Es muss eine Lösung her. Denn die Chance, die die Werft durch den Einstieg des milliardenschweren Konzerns aus Hong Kong hat, ist ohnegleichen.

Viele neue Jobs durch Großauftrag für die Lloyd Werft

Durch den geplanten Bau der vier Flusskreuzfahrtschiffe und der drei Ozeanriesen für die Genting-Gruppe werden in Bremerhaven Hunderte von neuen Jobs entstehen. Allein die Lloyd Werft, so steht es in einer Vorlage für die heutige Senatssitzung, will die Beschäftigtenzahl auf rund 730 Mitarbeiter verdoppeln. Voraussetzung ist aber die Ertüchtigung der maroden Kaje, auf der die Werft dann selbst mit Millionenbeträgen Kräne und Hallen für den Bau der großen Schiffe errichten will. 32,7 Millionen Euro muss der Senat dafür aufbringen. Jeweils 13 Millionen Euro sind im kommenden und im übernächsten Jahr fällig, 6,7 Millionen Euro dann 2018. Dann soll es losgehen: Das erste der großen Kreuzfahrtschiffe soll an der erneuerten Kaje ausgerüstet werden.

Im Haushalt ist kein Geld für Kaje der Lloyd Werft übrig

Im Haushaltsplan sind die Mittel nicht vorgesehen. Niemand hatte mit so einer rasanten Entwicklung auf der Werft gerechnet. Der Sonderhaushalt Häfen, aus dem üblicherweise die Unterhaltungskosten und die Neubauprojekte im Hafen finanziert werden, hat ebenfalls keine Reserven mehr. Der Senat muss also Geld zusammenkratzen. Eine Überlegung: Die Hafengesellschaft Bremenports könnte auf die Anschaffung einer neuen Baggergutschute verzichten. Das bringt fast 6 Millionen Euro. Sicher scheint, dass für das Kajenprojekt jene 8 Millionen Euro eingesetzt werden, die der Senat beim Verkauf seiner Lloyd-Werft-Anteile an die BLG eingenommen hat. Das Geld war aufgespart worden als Zuschuss für den Fall, dass die Werft ein Groß-Dock erwerben sollte. Nachgedacht wird offenbar auch darüber, die Sanierung der Columbuskaje auf einen späteren Zeitpunkt zu schieben. Unklar war am Montag zudem, ob die Kaje in einem Zug oder in zwei Abschnitten erneuert wird.  

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