Die Polizei Hannover hat einen Mann überführt, der seine Frau erwürgt und in ein Fass eingeschweißt hat.

Die Polizei Hannover hat einen Mann überführt, der seine Frau erwürgt und in ein Fass eingeschweißt hat.

Foto: Gentsch/dpa

Blaulicht
Der Norden

Mann erwürgt Frau, packt sie in Fass und kommt frei

Von nord24
19. Oktober 2016 // 15:31

Nach 24 Jahren hat die Polizei in Hannover einen Mann überführt, der seine Frau getötet und in ein Fass eingeschweißt hat. Trotzdem muss er freigelassen werden.

Ehemann schweißt Leiche seiner Frau in Fass ein

Die Polizei in Hannover hat einen Ehemann überführt, der vor 24 Jahren seine Frau erwürgt und ihre Leiche anschließend in ein Metallfass eingeschweißt hat. Nach einem Geständnis des Mannes wurde das Fass mit dem mumifizierten Leichnam der Frau in einer Garage in Neumünster (Schleswig-Holstein) gefunden, wo der Mann inzwischen lebt, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Polizei verzichtet nach Verschwinden auf Ermittlungen

Weil nach dem Verschwinden der Frau 1992 angenommen wurde, dass sie sich getrennt habe und ins Ausland gezogen sei, wurden damals keine Ermittlungen geführt. Als Angehörige über Jahre kein Lebenszeichen erhielten, erstatteten sie 2013 eine Vermisstenanzeige. Bei Vernehmungen durch die Polizei verstrickte sich der inzwischen 52-jährige Ehemann daraufhin in Widersprüche und räumte schließlich ein, seine damals 26 Jahre alte Frau im Streit erwürgt zu haben.

Staatsanwaltschaft bewertet Tat als Totschlag

Die juristische Bewertung durch die Staatsanwaltschaft Hannover ergab, dass die Tat derzeit als Totschlag bewertet werden muss. Da Totschlag nach 20 Jahren verjährt, kam der Ehemann wieder auf freien Fuß. Dennoch versucht die Kriminalpolizei, die Hintergründe der Tat zu ermitteln und sucht Personen aus dem damaligen Umfeld des Paares. (dpa)

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