Ein 17-jähriger Afghane hat in einem Regionalzug bei Würzburg Reisende angegriffen und dabei vier Menschen lebensgefährlich verletzt.

Ein 17-jähriger Afghane hat in einem Regionalzug bei Würzburg Reisende angegriffen und dabei vier Menschen lebensgefährlich verletzt.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Blaulicht

Messerattacke im Zug: Polizei erschießt 17-jährigen Afghanen

Von Lili Maffiotte
19. Juli 2016 // 07:11

Ein 17-jähriger Afghane ist in einem Regionalzug in Unterfranken auf Fahrgäste losgegangen. Bei der Messerattacke verletzte er am Montagabend vier Menschen schwer. Der Jugendliche wird kurze Zeit später auf der Flucht von der Polizei erschossen. 

Islamischer Hintergrund wird geprüft

Die Ermittler prüfen einen islamischen Hintergrund. "Es gibt eine Aussage, dass er, kurz bevor er von der Polizei erschossen wurde, einen islamischen Ausruf gemacht haben soll", sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Dies sei aber noch keineswegs erwiesen.

Ohne Eltern nach Deutschland

Bei dem Täter handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um einen Flüchtling aus Afghanistan, der ohne Eltern nach Deutschland gekommen war. Der 17-Jährige war am Montagabend mit Axt und Messer auf Fahrgäste in einem Regionalzug bei Würzburg-Heidingsfeld losgegangen.

Verletzte kommen aus Hongkong

Bei den Verletzten handelt es sich um eine Familie und einen Freund aus Hongkong, berichtete die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" unter Hinweis auf die Behörden in der asiatischen Wirtschaftsmetropole. Die vier Verletzten seien ein Vater (62) und die Mutter (58) einer Tochter (27) und deren Freund (31) gewesen. Der Vater und der Freund hätten versucht, die anderen Mitglieder in der Gruppe vor dem Angreifer zu schützen. Ein fünfter Mitreisender, der 17-jährige Sohn, sei unverletzt davon gekommen.  

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