Beim Großereignis Travemünder Woche sieht sich die Polizei auch nach dem Münchner Amoklauf gut aufgestellt.

Beim Großereignis Travemünder Woche sieht sich die Polizei auch nach dem Münchner Amoklauf gut aufgestellt.

Foto: Gambarini/dpa

Blaulicht

Nach Amoklauf: Trauer im Norden um Opfer in München - Sicherheitslage unverändert

Von nord24
23. Juli 2016 // 15:35

Mit Trauer und Entsetzen haben Politiker im Norden auf den Amoklauf in München reagiert. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sprach am Sonnabend von einem "hinterhältigen Mordanschlag". "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden derer, die durch diese grausame und sinnlose Tat ihr Leben verloren haben."

"Unsere Freiheit kann uns niemand nehmen"

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) reagierte ebenfalls entsetzt auf den Anschlag in München. "Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer und Verletzen", twitterte sie am Sonnabend. München liege 800 Kilometer von Hamburg entfernt, "aber wir sind uns so nahe, dass uns nichts trennen kann. Unsere Freiheit kann uns niemand nehmen!"

Lob für Polizei

Der SPD-Bundesvize und Kieler Fraktionschef Ralf Stegner äußerte über Twitter sein Mitgefühl. Die letzten Wochen seien bedrückend gewesen - "viele unschuldige Menschen verletzt und getötet". Stegner lobte ausdrücklich die Münchner Polizei. Dies sei ein sehr professioneller Großeinsatz der Polizeikräfte gewesen. Der Kieler Innenminister Stefan Studt (SPD) schrieb: "In diesem Moment sind wir mit unseren Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen." Der Angriff sei eine "menschenverachtende Tat" gewesen, die er aufs Schärfste verurteile.

Keine Hinweise auf Anschlagspläne

In Schleswig-Holstein sei die Sicherheitslage unverändert, betonte Studt. Landespolizei und Verfassungsschutz stünden in engem Austausch mit den Sicherheitsbehörden auf Länder- und Bundesebene, um kurzfristig auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. "Es besteht weiterhin eine hohe abstrakte terroristische Gefährdungslage, konkrete Hinweise auf Anschlagsplanungen liegen gegenwärtig jedoch nicht vor."

Polizei sieht sich für Travemünder Woche gut aufgestellt

Beim Großereignis Travemünder Woche sieht sich die Polizei auch nach dem Münchner Amoklauf gut aufgestellt. Das Sicherheitskonzept sei über die Jahre immer wieder angepasst und verbessert worden, teilte die Polizei am Sonnabend mit. Natürlich würden die Ereignisse von München in die Sicherheitsanalyse der Polizeidirektion Lübeck mit einfließen, sagte ein Sprecher. "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Anlass, das polizeiliche Konzept zur Travemünder Woche 2016 zu ändern." Die zehntägige Veranstaltung war am Freitag eröffnet worden. Die Veranstalter erwarten bis zu eine Million Besucher. Ein 18 Jahre alter Deutsch-Iraner hatte am Freitagabend in München neun Menschen erschossen, anschließend tötete er sich selbst. Die Münchner Staatsanwaltschaft ging am Samstag davon aus, dass es sich bei der Tat um einen klassischen Amoklauf gehandelt habe.

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