In dieser Gartenlaube in Münster soll es zu schweren sexuellen Missbrauchsvorfällen gekommen sein.

In dieser Gartenlaube in Münster soll es zu schweren sexuellen Missbrauchsvorfällen gekommen sein.

Foto: Guido Kirchner/dpa

Blaulicht

Schwerer Kindesmissbrauch in Münster aufgedeckt

Von nord24
7. Juni 2020 // 12:55

Die Polizei in Münster ist auf ein professionell verschleiertes Kindesmissbrauchsnetz gestoßen und hat in mehreren Bundesländern elf Verdächtige festgenommen. Sieben Beschuldigte befinden sich in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag in Nordrhein-Westfalen mitteilten. Drei Kinder seien als Opfer identifiziert worden. Sie seien fünf, zehn und zwölf Jahre alt.

Täter nutzte hochprofessionelle technische Ausstattung

Der Hauptbeschuldigte ist ein 27-jähriger IT-Techniker aus Münster. In einer Gartenlaube und in einem Keller in der westfälischen Stadt fanden die Ermittler hochprofessionelle technische Ausstattung zur Videoaufzeichnung und riesige Mengen versiert verschlüsselter Daten. Die Täter nutzten Handys, auf denen ein Großteil der Spuren gelöscht war. Bislang haben die Ermittler mehr als 500 Terabyte sichergestellt. Viele der Daten müssen noch entschlüsselt werden.

Sexueller Missbrauch: Ermittler haben „unfassbare“ Bilder entdeckt

Bei den sechs weiteren Beschuldigten, gegen die Haftbefehl erlassen wurde, handelt es sich den Angaben zufolge um die 45 Jahre alte Mutter des IT-Technikers aus Münster sowie um Männer aus Staufenberg bei Gießen (30 Jahre alt), Hannover (35), Schorfheide in Brandenburg (42), Kassel (43) und Köln (41). Die Ermittler hätten „unfassbare“ Bilder sehen müssen, sagte der Leiter der Ermittlungen, Joachim Poll.

Mutter überlässt Männern die Gartenlaube

Mindestens vier der Männer sollen wechselweise einen 5- und einen 10-jährigen Jungen in einer Gartenlaube in Münsters Norden über Stunden schwer sexuell missbraucht und die Taten teils gefilmt haben. Die Mutter des Hauptbeschuldigten sei Nutzerin der Hütte im Stadtteil Kinderhaus; sie soll ihrem Sohn die Schlüssel überlassen und den sexuellen Missbrauch der Kinder in Kauf genommen haben. (dpa)

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