Der Bereich vor dem Apple-Laden am Kurfürstendamm  ist abgesperrt.

Der Bereich vor dem Apple-Laden am Kurfürstendamm ist abgesperrt.

Foto: Kohrs/dpa

Blaulicht

Silbrige Substanz in Berlin: Offenbar Kunstaktion

Von nord24
9. Juli 2016 // 18:29

Offenbar mit einer Kunstaktion hat eine rund 30-köpfige Gruppe in einem Apple-Laden am Kurfürstendamm in Berlin Alarm ausgelöst. Rund 500 Kunden und Angestellte mussten das Geschäft am heutigen Nachmittag verlassen, nachdem die Gruppe eine silberne zähe Flüssigkeit auf Tischen und Geräten verteilt hatte. Die Substanz sah offenbar aus wie das hochgiftige Quecksilber. Nach Erkenntnissen der Polizei handelte es sich eher um eine Metalllegierung. Diese sollte im Labor genauer untersucht werden. Die Teilnehmer der Aktion sprachen dagegen von dem Element Gallium, das bei etwa 30 Grad Celsius schmilzt. Es gebe keine akute Gefahr. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Polizei hält 27 Menschen fest

Unterdessen hielt die Polizei 27 Menschen fest, die an der Aktion beteiligt gewesen sein sollen. Sie saßen in einem abgesperrten Bereich vor dem Laden. Sie berichteten Medienvertretern vor Ort, sie seien Teilnehmer einer Kunst-Performance im Rahmen der Berliner Festspiele. Demnach bekamen sie vor dem Laden ein Medaillon, das in der Hand schmolz - und schließlich im Apple-Store für Ärger sorgte. Sie hätten beim Eintreffen der Polizei mehrfach betont, dass es sich nicht um Quecksilber handele. Der verantwortliche Künstler kündigte vor dem Laden an, er werde eine Presseerklärung herausgeben. Seine Kostümierung sorgte für Aufsehen: Sein Kopf war bunt bemalt, am Körper trug er ein hautenges Trikot, das an den Rennanzug eines Skifahrers erinnerte - darüber eine Art Lederkorsett. Von seinem Kopf baumelten mehrere lange Zöpfe.

Geschäft bleibt mehrere Stunden lang gesperrt

Während des Einsatzes von Polizei und Feuerwehr blieb das Geschäft über mehrere Stunden gesperrt. Kunden warteten ungeduldig auf Einlass, Mitarbeiter wollten sich nicht zu dem Vorfall äußern.

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