Polizei kontrolliert Passanten.

Schwerbewaffnete Polizisten kontrollieren nach der mutmaßlichen Terrorattacke in der Wiener Innenstadt eine Person.

Foto: Roland Schlager/APA/dpa

Blaulicht

Terrorangriff in Wien: Mindestens vier Tote, 15 Verletzte

Von nord24
3. November 2020 // 06:21

Nach dem Terrorangriff in der Wiener Innenstadt ist ein weiteres Opfer gestorben. Eine Frau sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, sagte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) im ORF. Neben einem von der Polizei erschossenen Terroristen starben damit drei Passanten. 15 Menschen wurden teils schwer verletzt. Die Suche nach einem weiteren Attentäter lief unterdessen auch in der Nacht auf Hochtouren. Aufgrund der Gefahrensituation wurden die Bürger aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Schüler müssen am Dienstag in Wien nicht zur Schule.

Wien: Zahlreiche Schüsse in Ausgehviertel

Bei dem Terrorangriff waren am Montagabend nahe einer Synagoge in einem Ausgehviertel von den Tätern zahlreiche Schüsse abgefeuert worden. Die Angreifer zielten nach Darstellung von Augenzeugen auf Menschen in den Lokalen und den Gastgärten. Die Hintergründe der Tat blieben auch nach Stunden noch unklar. „Wer einen von uns angreift, greift uns alle an“, sagte der Innenminister Karl Nehammer. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz verurteilte den Angriff als „widerwärtigen Terroranschlag“.

Innenminister: Ein Attentäter war Sympathisant der Terrormiliz „Islamischer Staat“

Die Terrorattacke geht nach den Worten von Innenminister Nehammer auf das Konto mindestens eines islamistischen Terroristen. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gewesen, sagte Nehammer am Dienstagmorgen in Wien.

Zentrum von Wien wurde weiträumig abgesperrt

Auch nach Mitternacht gab es noch keine Entwarnung. Das gesamte Zentrum der österreichischen Hauptstadt war weiträumig abgesperrt. Soldaten wurden zum Objektschutz beordert.

Polizei: Sechs verschiedene Tatorte

Nach Darstellung der Polizei gab es sechs verschiedene Tatorte. An dem Angriff seien mehrere Täter mit „Langwaffen“ beteiligt gewesen. Die ersten Schüsse seien in der Seitenstettengasse abgegeben worden, einer belebten Straße im Zentrum. Dort befindet sich auch die Synagoge.

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