Am späten Sonnabendabend wurden Bundespolizisten bei ihrer Arbeit im Hauptbahnhof Bremen massiv behindert.

Am späten Sonnabendabend wurden Bundespolizisten bei ihrer Arbeit im Hauptbahnhof Bremen massiv behindert.

Foto: Symbolfoto: Archiv

Blaulicht
Bremen

Tumulte im Hauptbahnhof: Zahlreiche Gaffer filmen Polizeieinsatz

Von Christoph Käfer
12. Februar 2017 // 17:40

Wilde Szenen haben sich am späten Sonnabendabend im Bremer Hauptbahnhof abgespielt, als Bundespolizisten einen Mann überprüfen wollten. 

Mann verstößt gegen Hausverbot

Obwohl er bereits durch das Personal einer Gaststätte im Hauptbahnhof Bremen bereits Hausverbot erhalten hatte, kehrte der 36 Jahre alte Deutsche am späten Sonnabendabend gegen 22.25 Uhr erneut dorthin zurück. Da er nach Polizeiangaben dabei aggressiv auftrat, wurde die Polizei gerufen.

Am Boden fixiert

Als die Beamten die Personalien des Mannes aufnehmen wollten, entriss er den Bundespolizisten seinen Personalausweis, versuchte zu fliehen und sperrte sich derart, dass er von den Polizisten zu Boden gebracht werden musste. Dabei verletzte er sich sich selbst am Auge.

Gaffer filmen Festnahme

"Es war nur unter erheblichen Schwierigkeiten möglich, dem kräftigen Mann Handfesseln anzulegen", sagte ein Polizeisprecher. Währenddessen kam es zu tumultartigen Szenen: Zahlreiche Personen behinderten den Einsatz und filmten die Festnahme.

"Einige feuerten ihn an"

Einige versuchten, ihre Handys direkt vor die Gesichter der Beamten zu halten und kündigten an, ihre Portraits zu veröffentlichen. "Ohne Kenntnis der Sachlage mischten sich unbeteiligte Personen immer wieder ein und versperrten den Weg", sagte der Sprecher. "Einige feuerten den Mann regelrecht an."

Verstärkung sorgt für Ruhe

Durch die Solidarisierungen der Menge fühlte sich der Randalierer augenscheinlich darin bestärkt, sich weiterhin gegen eine einfache Personalienfeststellung und die Mitnahme zur Wache zu widersetzen. Erst mit Unterstützung von Streifen der Polizei Bremen kehrte wieder Ruhe ein.

Mehrere Anzeigen

Als er sich später beruhigt hatte und die Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen wurde, konnte er entlassen werden.  

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