Nach Dauerregen ist ein Teil des Landkreises Rottal-Inn in Bayern überschwemmt. Die Einsatzkräfte setzte auch Schlauchboote ein, um Menschen aus ihren Häusern zu retten.

Nach Dauerregen ist ein Teil des Landkreises Rottal-Inn in Bayern überschwemmt. Die Einsatzkräfte setzte auch Schlauchboote ein, um Menschen aus ihren Häusern zu retten.

Foto: Tobias Hase/dpa

Blaulicht

Vier Tote nach verheerendem Hochwasser in Niederbayern

Von Lili Maffiotte
1. Juni 2016 // 19:46

Bei einem verheerenden Hochwasser in Niederbayern sind vier Menschen ums Leben gekommen. Zunächst wurden drei Leichen am Mittwochabend von Tauchern in einem überschwemmten Haus in Simbach am Inn entdeckt. Später wurde die Leiche einer Frau bei Julbach in einem Bach gefunden. Zuvor hatte heftiger Regen in Bayern zu schweren Überschwemmungen geführt. In Niederbayern löste der Landkreis Rottal-Inn in einigen Gemeinden Katastrophenalarm aus. Etwa 250 Kinder mussten am Mittwoch stundenlang in ihrer Schule in Triftern ausharren, weil die Zufahrten nicht passierbar waren. Mit Hubschraubern wurden Menschen von Hausdächern gerettet.

"Es herrscht Land unter"

32 Liter Regen pro Quadratmeter fielen binnen sechs Stunden allein in Pfarrkirchen bei Triftern. „Das ist schon ein kräftiger Dauerregen“, sagte der Meteorologe Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD). „Es herrscht Land unter. Die Wassermassen kamen sehr schnell“, hieß es von der Polizei. „Die Situation hat sich in den letzten Stunden dramatisch zugespitzt“, sagte der Bürgermeister von Triftern, Walter Czech.

Dramatische Rettung einer Schulklasse

Eine Schulklasse aus Augsburg wurde bei einem Bootsausflug auf dem Schwarzen Regen vom Unwetter überrascht. 20 Kinder strandeten auf einer Insel und mussten gerettet werden. Starkregen machte den Menschen auch in Hannover zu schaffen. Die Pegelstände an Rhein, Nahe und Mosel fielen nach einem sprunghaften Anstieg zu Wochenbeginn zunächst wieder. Die Wetterlage war zu labil, um vorherzusagen, wo der Wasserstand erneut klettern könnte.  

Umfrage In Niedersachsen gibt es keine generelle Quarantänepflicht mehr.

War es richtig, die generelle Quarantänepflicht aufzuheben?

8173 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger
Folge uns auf Facebook
Besuche uns auf Facebook
Abonniere uns auf Instagram
nord24 auf Instagram