Ein Rettungsschwimmer auf Sylt stirbt bei dem Versuch, eine Frau vor dem Ertrinken zu bewahren.

Ein Rettungsschwimmer auf Sylt stirbt bei dem Versuch, eine Frau vor dem Ertrinken zu bewahren.

Foto: picture alliance/dpa

Blaulicht
Der Norden

Badeunglück vor Sylt: Gerettete und Rettungsschwimmer sterben

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Von nord24
20. August 2021 // 16:36

Bei einem tragischen Badeunglück sind vor Wenningstedt auf Sylt erst ein Retter und dann die verunglückte Urlauberin gestorben.

Sechs Menschen kommen zur Hilfe

Wie die Polizei mitteilte, drohte eine 63-jährige Frau aus Hessen am Donnerstagnachmittag in der Nordsee zu ertrinken. Zwei Rettungsschwimmer und vier Badegäste versuchten, ihr zu helfen. „Einer der Rettungsschwimmer, ein 47-jähriger Nordfriese, konnte nicht mehr an den Strand zurückgelangen und nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden“, schilderte die Polizei in Flensburg.

Frau wurde an Land gebracht

Die Frau konnte zunächst an den Strand gebracht werden. Sie kam mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik. Dort starb sie den Abgaben zufolge mehrere Stunden später.

Badeverbot missachtet?

Der Hergang des Unglücks sei noch nicht vollständig geklärt, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Einen Bericht des „Hamburger Abendblattes“ vom Freitag, wonach die 63-Jährige ein Badeverbot missachtet habe und dadurch in Not geraten sei, wollte die Sprecherin zunächst nicht bestätigen. In dem Bericht heißt es, dass die Frau ins Wasser gegangen sein soll, obwohl am Strand eine rote Flagge vor hohem Wellengang und starken Unterströmungen gewarnt habe.

Todesursache unklar

„Wir befragen derzeit Zeugen, um das zu überprüfen“, sagte die Polizeisprecherin. Ebenfalls noch unklar ist nach Angaben der Sprecherin, woran der Rettungsschwimmer starb. „Wir gehen zur Zeit von einem Badeunfall aus“, sagte sie. „Aber es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass eine gesundheitliche Störung bei dem 47-Jährigen zu seinem Tod geführt hat.“ (dpa/znn)

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