Die Polizei in Belgien hat vergangene Nacht in einem Anti-Terror-Einsatz in 16 Gemeinden Häuser und Garagen durchsucht.

Die Polizei in Belgien hat vergangene Nacht in einem Anti-Terror-Einsatz in 16 Gemeinden Häuser und Garagen durchsucht.

Foto: Warnand/dpa

Blaulicht
Terrorismus

Ein Dutzend Festnahmen bei großem Anti-Terror-Einsatz in Belgien

Von nord24
18. Juni 2016 // 14:30

Belgien kommt nicht zur Ruhe: Bei  einem nächtlichen Anti-Terror-Einsatz haben Einsatzkräfte im Land Dutzende Häuser durchsucht und zahlreiche Verdächtige festgesetzt. Zwölf Menschen seien festgenommen und 40 vernommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit. Ermittlungsergebnisse hätten ein "unmittelbares Einschreiten" erfordert. Unbestätigten Medienberichten zufolge stand auch ein Fußball-Fan-Areal in Brüssel im Fokus. Der Großeinsatz erfolgte knapp drei Monate nach den verheerenden Terroranschlägen in Brüssel. Selbstmordattentäter hatten am 22. März am Brüsseler Flughafen und in einer Metrostation in der Innenstadt 32 Menschen mit in den Tod gerissen.

152 Garagen und Dutzende Häuser in 16 Gemeinden durchsucht

Bei dem Großeinsatz in der vergangenen Nacht durchsuchten Sicherheitskräfte nun insgesamt 152 Garagen und Dutzende Häuser in 16 Gemeinden. Darunter waren unter anderem die als Islamisten-Hochburg bekannte Brüsseler Stadtgemeinde Molenbeek. Dort war unter anderem im März Salah Abdeslam gefasst worden. Zu dem Zeitpunkt gehörte der 26-Jährige im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris im November 2015 zu den meistgesuchten Terroristen in Europa. Diesmal standen deutlich mehr belgische Gemeinden im Fokus der Ermittler. Durchsuchungen gab es demnach unter anderem in den Brüsseler Gemeinden Schaerbeek und Forest sowie in den im französischsprachigen Teil des Landes gelegenen Städten Tubize und Lüttich.

Medien: Einsatz stand im Zusammenhang mit der Fußball-EM in Frankreich

Medienberichten zufolge stand der Einsatz auch im Zusammenhang mit der Fußball-EM in Frankreich und dem Spiel der belgischen Nationalmannschaft in Bordeaux gegen Irland. Die Tageszeitung "De Standaard" berichtete, im Fokus der Verdächtigen habe etwa ein Fan-Areal in der Brüsseler Innenstadt gestanden. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Bei den Razzien habe es keine Zwischenfälle gegeben, hieß es weiter. Ob belastendes Material sichergestellt wurde, wurde zunächst nicht bekannt. Waffen oder Sprengstoff seien jedoch nicht gefunden worden.  

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