Eine dunkle Rauchwolke steigt über dem Chempark auf. Nach einer Explosion seien Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei aktuell im Großeinsatz, erklärte die Polizei.

Eine dunkle Rauchwolke steigt nach der Explosion über dem Chempark in Leverkusen auf.

Foto: Oliver Berg/dpa

Blaulicht

Nach Explosion: Weitere Tote in Leverkusen befürchtet

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Von nord24
28. Juli 2021 // 06:40

Bei der Explosion im Tanklager im Leverkusener Chempark sind mindestens zwei Menschen gestorben. Die Sorgen, dass bei der Suche nach Vermissten weitere Tote gefunden werden, ist groß.

In Leverkusen wird weiter nach Vermissten gesucht

Nach der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage im Chempark Leverkusen wird weiter nach Vermissten gesucht. Bei dem Unglück waren nach Angaben des Betreibers vom Dienstagabend mindestens zwei Menschen gestorben, fünf Beschäftigte wurden vermisst. „Leider schwindet die Hoffnung, sie lebend zu finden, zusehends“, hatte Chempark-Leiter Lars Friedrich gesagt. Die Zahl der Verletzen gab der Betreiber mit 31 an. Davon schwebe eine Person in Lebensgefahr.

Explosion soll auch in zehn Kilometern Entfernung zu hören gewesen sein

Die gewaltige Explosion, die Zeugen zufolge im Umkreis von gut zehn Kilometern zu hören war, ereignete sich nach Angaben des Betreibers im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig. Die Ursache war zunächst unklar. Eine gewaltige Rauchwolke stieg auf. Die Erschütterung war derart heftig, dass sogar mehrere Stationen des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen sie maßen. Unter anderem wurde sie an einer Station in rund 40 Kilometer Entfernung registriert.

Geruchsbelästigungen sogar in Dortmund möglich

Nach der Explosion brannte das Tanklager mit Lösungsmitteln stundenlang, ehe das Feuer am Mittag unter Kontrolle und weitgehend gelöscht war. „Die Löscharbeiten mussten warten, bis eine Stromleitung vom Netz getrennt war“, erklärte die Stadt. Sogar die Feuerwehr im rund 60 Kilometer entfernten Dortmund warnte vor möglichen Geruchsbelästigungen.

NRW-Innenminister Reul: 300 Feuerwehrleute im Einsatz

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) bestand bei einem zweiten Tank Explosionsgefahr. Der Tank habe 100.000 Liter hochentzündliche, giftige Abfallstoffe enthalten, sagte Reul. Die Feuerwehr habe die Gefahr aber bannen können. Nach Reuls Angaben waren allein 300 Feuerwehrleute im Einsatz. (dpa/mb)

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