Zwei Güterzüge sind am Donnerstagmorgen nahe Gifhorn kollidiert. Bei dem Unglück in Niedersachsen wurden mehrere Waggons beschädigt

Zwei Güterzüge sind am Donnerstagmorgen nahe Gifhorn kollidiert. Bei dem Unglück in Niedersachsen wurden mehrere Waggons beschädigt, explosives Propangas trat aus.

Foto: Lopez/dpa/TNN

Blaulicht
Der Norden

Nach Kollision von Güterzügen tritt explosives Propangas aus

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Von nord24
17. November 2022 // 10:38

Zwei Güterzüge sind am Donnerstagmorgen im Landkreis Gifhorn kollidiert. Dabei wurden Waggons beschädigt, explosives Propangas entwich aus Kesselwaggons.

Ein Zug fuhr auf den anderen auf

Ein Güterzug habe bei Leiferde wegen eines entsprechenden Signals gehalten, ein folgender Güterzug fuhr aus zunächst ungeklärter Ursache auf den Zug auf, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Der Lokführer des auffahrenden Zuges wurde leicht verletzt und kam ins Krankenhaus. Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei kippten zwei Kesselwagen bei der Kollision um, zwei weitere entgleisten. Insgesamt bestand der auffahrende Zug aus 25 mit Propangas gefüllten Kesselwaggons. Die Ursache des Unfalls war zunächst noch unklar.

Viele Streckensperrungen

Die wichtige Bahnstrecke mit zahlreichen ICE- und IC-Verbindungen etwa zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin wurde gesperrt, Zugausfälle und Verspätungen waren die Folge. Von der Streckensperrung sei auch die ICE-Verbindung zwischen Hannover und Berlin betroffen, teilte die Deutsche Bahn mit. Die Züge würden umgeleitet und verspäteten sich um etwa 60 Minuten. Auch der Regionalverkehr war betroffen von der Sperrung der Strecke zwischen Wolfsburg und Lehrte.

Gas muss vollständig entweichen

Nach Angaben der Feuerwehr müsse das Gas zunächst vollständig entweichen, erklärte der Bundespolizeisprecher. Die Aufräumarbeiten und die Ermittlungen dürften mindestens einen Tag dauern, kündigte er an. Bei dem Unfall wurden auch mehrere Hundert Meter Oberleitung heruntergerissen, der Strom wurde abgestellt. Experten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung wurden gegen Mittag erwartet. (dpa)

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