
Gegen laute Autos und Raser hilft eine Verkehrskontrolle. Anwohner können sich mit Beschwerden an die Polizei wenden. Symbolfoto Zinken/dpa
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Blaulicht
Bremerhaven
Nachts stört der Krach aufheulender Motoren
5. Januar 2016 // 13:40
Für einige Anwohner ist die Hafenstraße in der Nacht vor allem Eins: zu laut. Insbesondere Raser, die ihre Motoren an den Ampeln aufheulen lassen und deren Autos mit unzureichend gedämpften, lauten Auspuffen ausgerüstet sind, sind einem NZ-Leser ein Dorn im Auge. An den Wochenenden soll der Lärm besonders schlimm sein. „In der Hafenstraße wird es nachts richtig laut“, sagt der Anwohner, der namentlich nicht genannt werden will. „Täglich kann man Rennfahrten beobachten. Insbesondere an Wochenenden.“
Problem ist bei der Polizei bekannt
Bei der Polizei kennt man das Problem. Bei den Fahrern handele es sich vor allem um junge Männer, die ihr Auto als Sportgerät benutzen, so Polizeisprecher Ralf Spörhase. Jedoch sei es nicht leicht, Personen, die mit quietschenden Reifen oder heulendem Motor losfahren, eine vorsätzliche Handlung nachzuweisen. „Wenn Beamte sie anhalten, sagen die Fahrer oft: ‚Es war ein Versehen.‘“ Doch zu schnelles Fahren werde weiterhin mit einem Bußgeld geahndet.
Falsche Teile bringen Gefahr
Verkehrskontrollen sind ein probates Mittel, um auf laute Autos und Raser einzuwirken. Auch aufgemotzte Fahrzeuge werden dabei ins Visier genommen. Fehlen die passenden Erlaubnisbescheinigungen für angebaute Teile, wird ebenfalls ein Bußgeld fällig. Außerdem könne der Anbau von ungeprüften Teilen sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken.
Wenn etwas am Auto verändert wurde, muss entweder eine Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) oder eine Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) im Original mitgeführt werden oder es muss im vom TÜV im Fahrzeugschein festgehalten sein.