Eine solche Menge wurde bei diesem Manöver seit mehr als drei Jahren nicht mehr über Deutschland versprüht.

Eine solche Menge wurde bei diesem Manöver seit mehr als drei Jahren nicht mehr über Deutschland versprüht.

Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Blaulicht

Notfall: Frachtflugzeug lässt 80 Tonnen Kerosin ab

Von Nord24
4. März 2022 // 14:41

Wegen technischer Probleme hat ein Frachtflugzeug über dem Pfälzer Wald 80 Tonnen Kerosin abgelassen. Eine Maßnahme, die nur im absoluten Notfall passiert.

Seit mehr als drei Jahren kein vergleichbarer Vorfall

Das Flugzeug befand sich nach Angaben des Luftfahrt-Bundesamts (LBA) in Braunschweig in einer Höhe von rund sechs Kilometern über dem südlichen Rheinland-Pfalz und dem Saarland, als der Kapitän der Zivilmaschine infolge der Probleme den sogenannten Treibstoffschnellablass („Fuel Dumping“) einleiten musste. Kerosin in dieser Menge wurde demnach bei einem solchen Manöver seit mehr als drei Jahren nicht mehr über Deutschland versprüht.

Aus Wuhan gestartet und später wieder umgekehrt

Der Südwestrundfunk (SWR) hatte über den Zwischenfall vom Mittwoch berichtet. Laut SWR handelt es sich bei der Maschine um eine Boeing 747 der belgischen Challenge Airlines, die von Lüttich ins chinesische Wuhan gestartet war. Kurz vor der Überquerung der Alpen kehrte der Pilot demnach um und flog wieder Richtung Lüttich zurück. Dabei drehte er mehrere Runden über der Pfalz.

Technische Störung oder Notfälle an Bord

Der Treibstoffschnellablass ist eine Notfallmaßnahme, die nur in Ausnahmesituationen angewendet wird. Sie wird laut LBA erforderlich, wenn ein Luftfahrzeug mit einem höheren als dem zulässigen Landegewicht abhebt und ein Problem auftritt, das die direkte Landung des Flugzeugs erforderlich macht. Dazu zählen unter anderem technische Störungen oder auch medizinische Notfälle an Bord. (dpa)

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