Nach der Todesfahrt: Der Motorrad-Raser, der einen 75-jährigen Mann überfahren hat, soll mit Tempo 100 unterwegs gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Totschlags. Der Fahrer, der so gern seine halsbrecherischen Fahrten mit einer Helmkamera dokumentierte, sitzt nun in Untersuchungshaft..

Der Motorrad-Raser, der einen 75-jährigen Mann überfahren hat, soll mit Tempo 100 unterwegs gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Totschlags. Der Fahrer, der so gern seine halsbrecherischen Fahrten mit einer Helmkamera dokumentierte, sitzt nun in Untersuchungshaft.

Foto: Schuh

Blaulicht
Bremen

Raser fährt Rentner in Bremen tot - kein Zeichen von Reue

Von Klaus Mündelein
21. Juni 2016 // 16:07

Mit Tempo 170 durch die Bremer Innenstadt: In den sozialen Netzwerken wird ein 24-jähriger Motorradfahrer für seine halsbrecherischen Ausflüge gefeiert, die er mit einer Helmkamera aufgenommen hat. Inzwischen ist der 24-Jährige auch außerhalb der Motorradszene bekannt - weil er am Wochenende einen 75-jährigen Fußgänger überfuhr und tödlich verletzte.  Die Polizei ermittelt gegen den Motorradfahrer wegen fahrlässiger Tötung.  Sicher ist, dass er am späten Freitagabend wieder zu schnell unterwegs war in Bremen-Walle. Er erwischte den 75-Jährigen auf einer Fußgängerfurt. Das Opfer wurde durch den Zusammenprall mehrere Meter durch die Luft geschleudert.

Raser inszeniert sich im Internet

Die Polizei beschlagnahmte des Laptop des Motorradfahrers und stellte dabei fest, dass er in der Motorradszene bekannt ist. Seit Monaten zeigte er sich in verschiedenen sozialen Medien mit seinen halsbrecherischen Fahrten.

Keine Reue in erster Reaktion

Der Motorradfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt, aber nicht lebensgefährlich. Aus dem Krankenhaus heraus wendete er sich per Instagram an seine Freunde - ohne jedoch Reue zu zeigen. Das Foto ist mittlerweile nicht mehr abrufbar, der dazugehörige Kommentar des Motorrad-Fahrers jedoch schon:
  Die Polizei ermittelt derzeit zudem, ob der Motorradfahrer bei Grün durch den Bereich gefahren ist und ob er überhaupt eine gültige Fahrerlaubnis für das Krad hat. Direkt vor dem Zusammenstoß soll der Motorradfahrer einen Unfall mit einem Pkw verursacht haben, ohne sich weiter darum zu kümmern.

Zwei weitere Fußgängerinnen bei Unfällen verstorben

Zum Wochenstart haben sich in Bremen zwei weitere tragische Verkehrsunfälle ereignet, bei denen zwei Fußgängerinnen gestorben sind: Am Montagmorgen wurde eine 91 Jahre alte Frau in Schwachhausen von einem Auto erfasst. Am Nachmittag desselben Tages lief eine 57-jährige Bremerin in der Innenstadt vor eine Straßenbahn.

91-Jährige erliegt Verletzungen

Die 91-Jährige wollte um kurz nach 8 Uhr die Schwachhauser Heerstraße in Höhe eines Ärztehauses überqueren. Sie wartete mit ihrem Gehstock am Fahrbahnrand und betrat die Straße erst, als im rechten der zwei Fahrstreifen in auswärtige Richtung ein schwarzer VW Touran hielt. Ein weiteres Auto hielt hinter dem Wartenden. Als nun die Fahrerin eines schwarzen Opel Corsa im linken Fahrstreifen angefahren kam, lief ihr die 91-Jährige direkt vor das Auto. Die Corsa-Fahrerin konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Die Rentnerin war zunächst sowohl vor Ort als auch im Krankenhaus ansprechbar, verstarb aber gegen 21 Uhr am Montagabend. Frau wird von Straßenbahn erfasst

Frau wird von Straßenbahn erfasst

Gegen 15.45 Uhr betrat eine 57-Jährige in der Ostertorstraße in Höhe des Amtsgerichts die Gleise der Straßenbahnlinien, obwohl sich ein Zug der Linie 2 näherte. Die Straßenbahnfahrerin konnte den Unfall nicht mehr verhindern. Die 57-Jährige wurde von der Bahn erfasst. Sie wurde mit Hilfe von Feuerwehrleuten geborgen und den weiteren Rettungskräften übergeben. Die Gleise blieben für mehrere Stunden gesperrt.

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