Flammen nähern sich dem Dorf Gouves auf der Insel Euböa, etwa 185 Kilometer nördlich von Athen. Erstmals seit Beginn der Waldbrände auf der Insel Euböa Anfang der Woche sind dort massive Lufteinsätze gegen die Flammen geflogen worden.

Flammen nähern sich dem Dorf Gouves auf der Insel Euböa, etwa 185 Kilometer nördlich von Athen.

Foto: Petros Karadjias/dpa/AP

Blaulicht

Südeuropa brennt: Immer mehr Evakuierungen

Autor
Von nord24
9. August 2021 // 06:40

Italien, Griechenland und die Türkei kämpfen weiter gegen zahllose unkontrollierte Waldbrände. Vielerorts spielen sich dramatische Szenen ab. Die Rettungskräfte sind ausgelaugt, immer wieder müssen Orte evakuiert werden.

Die nächste Hitzewelle mit mehr als 40 Grad droht

Die Lage wird immer bedrohlicher: Auf der griechischen Insel Euböa stehen auch am siebten Tag gewaltige Waldflächen in Flammen, die Brände breiten sich unkontrolliert aus. Auch im südwesttürkischen Mugla kämpften Einsatzkräfte und freiwillige Helfer in der Nacht zum Montag gegen Feuer. In Italien wurden an der Adria-Küste Hunderte Menschen wegen Bränden evakuiert. Besserung ist nicht in Sicht: Zu Wochenbeginn droht in der gesamten Region die nächste Hitzewelle mit über 40 Grad. Passend dazu legt der Weltklimarat am Montag seinen neuen Bericht zur Klimaerwärmung vor.

Apokalyptische Szenen auf der griechischen Insel Euböa

Im Norden Euböas spielten sich in der Nacht zum Montag apokalyptische Szenen ab. Der Nordteil ist mittlerweile durch die unzähligen Großfeuer fast vollständig vom Rest der Insel abgeschnitten, wie Satellitenbilder zeigen. Rettungskräfte, Freiwillige und Einwohner konnten die Flammen nicht in Schach halten, sondern wurden von ihnen Richtung Küste getrieben. Boote standen bereit, um Anwohner zu evakuieren - Tausende mussten die Insel bereits verlassen. Die Rauchwolken und der Feuerschein waren noch über 100 Kilometer weit auf dem Festland zu sehen. Auch auf der Halbinsel Peloponnes und auf Kreta toben weiterhin unkontrollierte Brände.

An der Adria werden Hotels und Campingplätze evakuiert

In Italien wurden am Sonntagabend wegen Bränden rund um die italienische Adria-Gemeinde Campomarino mehr als 400 Menschen aus ihren Unterkünften geholt. Die Behörden evakuierten Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser im Ortsteil Campomarino Lido am Meer. Auf einem Video der Feuerwehr war zu sehen, wie dichter Qualm durch die Straßen zog und sich Flammen durch Büsche bis zu einem Café durchfraßen. Die italienische Zivilschutzbehörde entsendet außerdem Verstärkung in die stark von Waldbränden betroffene Region Kalabrien. Dort brannte es unter anderem im Nationalpark Aspromonte.

Hitzewellen werden auch Thema beim Weltklimarat (IPCC) sein

Das Wetter erschwert die Situation in den kommenden Tagen zusätzlich: Von Montag an beginnt in Südeuropa eine neue Hitzewelle, bei der die Temperaturen vielerorts auf über 40 Grad steigen. Hitzewellen werden auch Thema beim Weltklimarat (IPCC) sein, der an diesem Montag seinen neuen Bericht über den Wissenstand zur Klimaerwärmung vorlegt. Er will damit letzte Zweifel an der Verantwortung des Menschen für den Klimawandel ausräumen. (dpa/mb)

Immer informiert via Messenger
Das Derby zwischen Werder und dem HSV ist als Hochrisikospiel eingestuft. Richtig so?
75 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger