Ein Mann wird von Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Gewahrsam genommen.

Ein Mann wird von Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Gewahrsam genommen.

Foto: WTVnews/dpa

Blaulicht

Terroranschlag mit Giftstoffen geplant? Festnahme im Ruhrgebiet

8. Januar 2023 // 14:41

Ein 32-jähriger Mann ist bei einem nächtlichen Anti-Terror-Einsatz im Ruhrgebiet festgenommen worden, weil er sich die Giftstoffe Cyanid und Rizin für einen islamistisch motivierten Anschlag beschafft haben soll.

Es werden in der Wohnung keine Giftstoffe gefunden

Zumindest bei der Durchsuchung der Wohnung des Iraners in Castrop-Rauxel in der Nacht zum Sonntag wurden aber keine Giftstoffe gefunden, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf mitteilte. Ob er tatsächlich an Gift gekommen war und diese etwa anderswo gelagert wurden, beantworteten die Ermittler zunächst nicht.

Vorwurf: Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat

Auch wie konkret die möglichen Anschlagspläne fortgeschritten waren und was ein mögliches Ziel gewesen wäre, blieb zunächst unklar. Das sei noch Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Der 32-jährige Iraner wird der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verdächtigt.

Iraner soll einer islamistischen Terrorgruppe angehören

Wie die dpa aus Sicherheitskreisen erfuhr, wird vermutet, dass er Anhänger einer sunnitischen islamistischen Terrorgruppe ist. Er soll demnach nicht im Auftrag staatlicher iranischer Behörden gehandelt haben. Letzteres bestätigte auch der Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft.

Tipp kommt aus dem Ausland

Anti-Terror-Ermittler hatten in der Nacht zum Sonntag die Wohnung des 32-Jährigen durchsucht und ihn festgenommen. Unklar blieb zunächst, ob und wann der Mann einem Haftrichter vorgeführt werden soll. „Wir hatten einen ernstzunehmenden Hinweis, der die Polizei dazu veranlasst hat, noch in der Nacht zuzugreifen", sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU). Der Hinweis auf den 32-Jährigen kam dem Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft zufolge von einer Behörde eines „befreundeten Staates". Darüber hatte zunächst die „Bild“ berichtet. (dpa)

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