in Siegel der Polizei klebt im Stadtteil Donnerschwee auf einem Gullydeckel, unter dem der vermisste Jungen Joe lebend gefunden wurde.

in Siegel der Polizei klebt im Stadtteil Donnerschwee auf einem Gullydeckel, unter dem der vermisste Jungen Joe lebend gefunden wurde.

Foto: picture alliance/dpa

Blaulicht

UPDATE: Wie kam Joe in den Gully?

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Von nord24
25. Juni 2022 // 09:41

Ein seit acht Tagen vermisster Achtjähriger aus Oldenburg ist lebend in einem Gully gefunden worden, konnte aber noch nicht befragt werden.

Vater dankt der Bevölkerung

Nach seiner Befreiung aus einem Kanalschacht in Oldenburg ist der achtjährige Joe von der Polizei noch nicht befragt worden. Das sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Einem Zeitungsbericht zufolge wurde der Junge in eine Kinderklinik aufgenommen. Der Vater danke der Bevölkerung, teilte das Klinikum Oldenburg demnach am Sonnabendabend mit. Das geistig behinderte Kind war acht Tage lang verschwunden, an der Suche beteiligten sich auch viele Privatleute in der Region.

Leises Wimmern rettet Joe wohl das Leben

Ein Spaziergänger hatte Sonnabendfrüh ein leises Wimmern aus einem Gullydeckel gehört und den Notruf gewählt. Joe war laut Polizei unterkühlt, aber äußerlich unverletzt. Vor der Entdeckung des Kindes war eine Mordkommission eingerichtet worden, weil ein Gewaltverbrechen nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Ermittler wollen nun herausfinden, wie der Achtjährige in den Schacht unter den Gully gelangte. Den schweren Deckel hätte er selbst nicht öffnen und wieder schließen können. Schon am Samstag wurden etliche Kanalrohre und Gullys im Umfeld der Fundstelle kontrolliert. Laut Polizei ist es denkbar, dass Joe an anderer Stelle in das verzweigte Kanalsystem kletterte.

Junge wurde in einem Gully gefunden

Am Sonnabend hatte die Polizei der niedersächsischen Stadt per Twitter mitgeteilt, dass Joe, der am 17. Juni zuletzt gesehen worden warm lebend gefunden wurde.„Er wurde soeben in Oldenburg in einem Gully aufgefunden. Aktuell wird er in ein Krankenhaus gebracht und dort versorgt.“

Mordkommission wurde eingerichtet

Am siebten Tag des Verschwindens richtete die Polizei zusätzlich eine Mordkommission ein. Die Annahme, dass der Junge sich bewusst verstecke, sei hinfällig geworden, hieß es. Stattdessen habe ein Zeuge Hinweise gegeben, dass Joe möglicherweise einer Straftat zum Opfer gefallen sein könne. (dpa/znn)

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