Es ist umweltfreundlich, macht fit und muss nicht getankt werden: Zahlreiche Argumente sprechen dafür, das Auto stehen zu lassen und aufs Fahrrad umzusteigen. In Niedersachsen startet jetzt wieder die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit".

Es ist umweltfreundlich, macht fit und muss nicht getankt werden: Zahlreiche Argumente sprechen dafür, das Auto stehen zu lassen und aufs Fahrrad umzusteigen. In Niedersachsen startet jetzt wieder die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit".

Foto: Hase/dpa

Bremen
Der Norden

Auto ade: Im Norden steigen immer mehr Menschen aufs Rad um

Von nord24
3. Mai 2016 // 10:46

In vielen Städten im Norden hat die Bedeutung des Fahrrads als Verkehrsmittel für die alltäglichen Wege enorm zugenommen. In Hannover etwa haben Radler inzwischen einen Anteil von rund 20 Prozent am Verkehr, in Bremen sogar von 25 Prozent.

Hannover will deutlich mehr Radfahrer auf den Straßen

Hannover hat sich vorgenommen, den Radverkehrsanteil auf 25 Prozent zu steigern. Dafür soll das Radstreifennetz verbessert werden, 500 kleinere Baumaßnahmen sind dafür in den nächsten fünf Jahren geplant. Noch ehrgeizigere Ziele hat sich Osnabrück gesteckt, wo der Anteil des Radverkehrs von 20 auf 30 Prozent steigen soll, wie die städtische Verkehrsplanerin Ulla Bauer erklärte.

Mehr Menschen sollen mit dem Rad zur Arbeit fahren

Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) startet am Dienstag in Hannover die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit". Partner sind auf Landesebene die Krankenkasse AOK sowie der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC). Die Teilnehmer setzen sich zum Ziel, bis zum 31. August an mindestens 20 Arbeitstagen das Auto stehen zu lassen und stattdessen mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Dabei ist es auch erlaubt, nur eine Teilstrecke zu radeln.

Fast in jedem Haushalt steht ein Rad

Nach einer aktuellen Online-Umfrage radelt in Deutschland jeder sechste Erwerbstätige zur Arbeit. Die ohnehin gute Ausstattung der Niedersachsen mit Fahrrädern hat sich nach den Erhebungen des Landesamtes für Statistik in den vergangenen Jahren weiter verbessert: Hatten 1988 noch 81,4 Prozent der Haushalte ein Fahrrad, waren dies vor drei Jahren 87,9. Damit lag Niedersachsen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 80,2 Prozent der Haushalte.

48 Millionen Euro für neue Radwege

Das umfangreiche Radwegenetz zwischen Harz und Küste wird weiter ausgebaut: Für 280 Kilometer neue Pisten an kommunalen Straßen, die zwischen 2014 und 2017 entstehen, hat das Land 48 Millionen Euro bereitgestellt. Entlang von Bundesstraßen gibt es rund 3000 Kilometer Radwege in Niedersachsen, 4500 Kilometer an Landstraßen und auch 40 Prozent der Kreisstraßen verfügen über einen Radweg. (dpa)

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