Vierfache schwere Brandstiftung wirft die Staatsanwaltschaft Eiyad A. vor. Angeblich weiß er, dass ihm 12 Jahre Haft drohen.

Vierfache schwere Brandstiftung wirft die Staatsanwaltschaft Eiyad A. vor. Angeblich weiß er, dass ihm 12 Jahre Haft drohen.

Foto: Mündelein

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Justiz

Brandstiftungs-Prozess: Angeklagter fordert anderen Pflichtverteidiger

Von Klaus Mündelein
1. Oktober 2019 // 13:15

Vierfache schwere Brandstiftung wirft die Staatsanwaltschaft Eiyad A. vor. Angeblich weiß er, dass ihm 12 Jahre Haft drohen. Das soll sein Pflichtverteidiger der Verwandtschaft erzählt haben. Deshalb will er nun einen anderen Rechtsbeistand.

Kein Vertrauen

Es ist der zweite Prozesstag am Landgericht Bremen. „Ich will nicht, dass alle das mitbekommen, das geht nur mich etwas an“, begründet der Angeklagte, warum er kein Vertrauen mehr in den Anwalt hat. Der Verteidiger bestreitet hingegen, irgendeine Jahreszahl der Familie ausgeplaudert zu haben.

Feuer in eigener Wohnung gelegt

Der 22 Jahre alte Syrer soll zwischen Januar 2017 und März 2019 vier Brände gelegt haben. Immer in seiner eigenen Wohnung. Er wohnte in Leher Mehrfamilienhäusern. In welchem Zustand der Angeklagte sich befindet, ist immer noch unklar.

Folterung durch den IS?

Womöglich geht es um eine posttraumatischen Belastungsstörung. Der Angeklagte berichtete im Prozess kurz selbst erneut von Folterungen durch den IS in Syrien, mit Verletzungen im Genitalbereich. Bei der Begutachtung im Gefängnis sei das aber falsch übersetzt worden, so dass es hieß, er gehöre dem IS an.

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